Pressekonferenz und Präsentation der Kampagne am 19. August

Wien (OTS) Blutspenden ist eine wichtige Voraussetzung, um Menschenleben retten zu können. Monate im Lockdown haben auch in der Blutversorgung Spuren hinterlassen. Weniger Menschen konnten am Arbeitsplatz oder an Unis und Fachhochschulen Blut spenden. Durch Homeoffice gab es keine organisierten Blutspendeaktionen am Arbeitsplatz. Noch gibt es genügend Blutkonserven. Doch schon jetzt ist es wichtig daran zu denken, auch künftig mit lebensrettenden Blutkonserven den Patientinnen und Patienten in den Spitälern helfen zu können.
Beispielsweise sind gerade in Wien die Blutspenden in den vergangenen Monaten drastisch zurückgegangen. Die Zahlen der mobilen Erstspenderinnen und Erstspender sind im Jahr 2020 in Wien fast auf die Hälfte gesunken. Eine Entwicklung, die sich in ganz Österreich zeigt. Nach Ende des Lockdowns 2020 haben um fast 8 Prozent weniger Personen zum ersten Mal Blut gespendet und die Zahl der abgenommenen Vollblutspenden hat sich in Österreich um fast 4 Prozent verringert. Auch die Anzahl der durchgeführten mobilen Blutspendeaktionen ist in Wien um fast 17 Prozent, in Niederösterreich und Burgenland um 3 Prozent und insgesamt in ganz Österreich um 6 Prozent gesunken. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Bevölkerung im urbanen Raum ist schwieriger zu erreichen und weniger sozial vernetzt. Homeoffice ließ keine organisierten Aktionen zu und besonders in der Urlaubszeit denken weniger Personen daran, zur Blutspende zu kommen.

Um gemeinsam zu helfen, luden heute, am Donnerstag, dem 19. August 2021, der Österreichische Rundfunk (ORF), das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) und die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) zu einer Pressekonferenz in die Blutspendezentrale des Österreichischen Roten Kreuz, um die Kampagne „Blut spenden – Leben retten“ zu präsentieren. Die TV- und Radiospots werden ab Freitag, dem 20. August, auf allen Kanälen des ORF zu sehen und hören sein und im ORF.at-Netzwerk werden Banner geschaltet.

Anwesend waren Dr. Alexander Wrabetz, Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks, Pius Strobl, Leiter des ORF-Humanitarian Broadcasting, Mag. Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse, und der TV-Gesundheitsexperte Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, um die TV- und Radio-Spots erstmals vorzustellen.

In drei TV-Spots erzählen die jeweiligen Protagonistinnen und Protagonisten ihre persönliche Geschichte, warum eine Blutspende ihr Leben gerettet hat.
Die Mutter der kleinen Lina schildert, dass ihre Tochter nicht mehr am Leben wäre, wenn sie nicht rechtzeitig im Spital Blutkonserven bekommen hätte, als sie als Frühchen an Blutanämie gelitten hat. Philipp erzählt, dass er nur durch eine Notoperation seinen schweren Mopedunfall überlebt hat und sein Bein ohne Blutspenden amputiert hätte werden müssen.
Die heute 17-jährige Sarah, die mehr als ein Jahr im St. Anna Kinderspital gegen den Blutkrebs gekämpft hat, berichtet, dass sie ohne Blutspenden heute nicht mehr am Leben wäre.

Jeder Spot endet mit einer direkten Botschaft an das Publikum, vorgetragen von Professor Meryn: „Blut spenden – Leben retten“. Für die Produktion verantwortlich zeichnen die mediaFLY GmbH, LOWE GGK und der ORF.

Der ORF als führendes Medienhaus Österreichs ist Partner der Kampagne „Blut spenden – Leben retten“, denn er besitzt die größte Reichweite, um alle Österreicherinnen und Österreicher zu erreichen. Seit vielen Jahren ist Gesundheit ein Anliegen des ORF und er sieht es als seine Aufgabe zu informieren, wenn es um die Gesundheit der Menschen im Land geht.

Dr. Alexander Wrabetz, Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks (ORF): „Als verantwortungsbewusstes öffentlich-rechtliches Medienunternehmen wird der ORF seit Jahrzehnten seiner Rolle gerecht, in heiklen gesellschaftlichen Situationen aufmerksam zu sein. Das ist für uns eine Frage der Haltung. Derzeit ist es wichtig, mehr lebensrettende Blutkonserven zu organisieren, weil die Corona-Krise zu weniger Blutspenden geführt hat. Deshalb startet der ORF ab morgen, Freitag, eine Kampagne mit Aufrufen zum Blutspenden. Die Österreicherinnen und Österreicher sind immer solidarisch, wenn es darauf ankommt, und der ORF zeigt regelmäßig Möglichkeiten zu helfen auf.“

Mag. Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK): „Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt. Als Österreichisches Rotes Kreuz sorgen wir dafür, dass dies möglich ist. Denn jede und jeder kann schnell in eine Situation kommen, in der man auf Blut angewiesen ist. Deshalb brauchen wir Menschen, die regelmäßig Blut spenden, weil Blut nicht künstlich hergestellt werden kann. Blutspenderinnen und Blutspender sind Lebensretter!“

Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK): „Blutspenden ist enorm wichtig, um Menschenleben retten zu können. Das betrifft nicht nur Menschen, die schwer verunfallt sind, sondern sehr viel häufiger Menschen, die spezielle Blutprodukte benötigen, da sie z. B. wegen einer Krebserkrankung unter einer Chemotherapie stehen, oder Menschen, die aufgrund eines angeborenen Defekts bestimmte Blutgerinnungsfaktoren nicht bilden können. Deshalb ist es der ÖGK wichtig, auf die Bedeutung des Blutspendens hinzuweisen und die Möglichkeiten, wann und wo man zu einer Blutspendenaktion gehen kann, aufzuzeigen.“

Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, Internist; TV-Gesundheitsexperte und Vorsitzender des ORF-Gesundheitsbeirates: „Nie war es einfacher, gemeinsam Menschenleben zu retten. Blut spenden – Leben retten. Helfen Sie uns beim Helfen.“

Blut spenden dürfen Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die gewisse gesundheitliche und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen. Auch nach einer COVID-19-Erkrankung Genesene und Geimpfte können nach einer kurzen Zeit Blutspenden. Die Zulassung zur Blutspende erfolgt nach den geltenden Vorgaben bei der Blutspendeaktion vor Ort. Ein Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden muss acht Wochen betragen. Alle Termine und Infos sind unter gibdeinbestes.at und gesundheitskasse.at abrufbar.

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