Dritter Teil des Public-Value-Berichts 2021/22 – Diskussion mit preisgekrönten ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern im ORF-DialogForum

Wien (OTS) Qualität lässt sich nicht nur behaupten, sondern auch belegen. Aus diesem Grund dokumentiert der ORF seine umfassende Medienleistung im dritten Teil des aktuellen Public-Value-Berichts anhand von Zahlen, Daten und Fakten. Damit gibt der Public-Value-Bericht einen Überblick über die Art und Vielfalt sowie den Umfang der öffentlich-rechtlichen Medienproduktion des ORF in TV, Radio, Online und den Landesstudios. Heute, am 19. Mai 2022, wurde der Bericht im Rahmen eines „ORF-DialogForums“ im ORF RadioKulturhaus präsentiert und über Qualität diskutiert.

Der dritte Teil des Public-Value-Berichts 2021/22 mit Zahlen, Daten und Fakten zu den Programmen des ORF ist unter zukunft.ORF.at abrufbar. Medienqualität manifestiert sich auch in Preisen: Die Arbeit der ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im Dienst des Publikums und die hohe Qualität der ORF-Produktionen wurden im vergangenen Jahr mit insgesamt 110 Preisen ausgezeichnet. Einige dieser Preisträger/innen stellten anlässlich der Präsentation des aktuellen Public-Value-Berichts in zwei Diskussionsrunden die aktuellen Zahlen der Publikation bzw. deren Aussagen über Qualität auf den Prüfstand. Die übergeordnete Frage dabei: Was sollen öffentlich-rechtliche Medien heute leisten? Welchen konkreten Nutzen haben die Menschen vom ORF?

Im ersten Panel des „ORF-DialogForums“ diskutierten „ZIB 2“-Anchor Martin Thür, Innenpolitikredakteur des Jahres, Johanna Hirzberger (Ö1), Gewinnerin des Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis, Kurdwin Ayub, Regisseurin und Drehbuchautorin, und Andrea Mocellin, die für das Qualitätsmanagement im Rundfunk Berlin-Brandenburg verantwortlich zeichnet. Martin Thür stellte fest: „Seit vielen Jahren gibt es Versuche, Medien parteipolitisch zu framen. Aber wir sind nicht Teil des Politikfeldes, sondern Beobachter, die genau hinschauen – wo andere Medien vielleicht keine Ressourcen dafür haben.“ Zustimmung gab es von Andrea Mocellin: „Öffentlich-Rechtliche sollen sich auch mit Themen beschäftigen, die kommerziell nicht interessant sind. Das ist ein Zeichen für Qualität. Aber auch Private müssen Qualität liefern.“ Johanna Hirzberger, die zuletzt mit einem preisgekrönten Ö1-Feature über Systemerhalterinnen in der Krise auf sich aufmerksam machen konnte, plädierte für mutige Vorgesetzte, um Medienqualität abzusichern: Neben Ressourcen und Zeit brauche es vor allem „Mut, eine kreative Idee auch umsetzen zu können“. Für Kurdwin Ayub, deren vom ORF kofinanzierter Spielfilm „Sonne“ über Jugendliche in Wien als Bester Erstlingsfilm bei der Berlinale ausgezeichnet wurde, sind Filmschaffende keine Wissenschafterinnen oder Wissenschafter: „Ich wollte keine Antworten geben mit meinem Film, sondern Fragen stellen.“

Die zweite Diskussionsrunde bildeten Sarah Seekircher, Gewinnerin des Ö1-Feature-Podcastpreises „moving audio“, „ZIB Zack Mini“-Präsentatorin Fanny Stapf, Gewinnerin der Kategorie „Aufgefallen“ im Rahmen des „Journalistinnen und Journalisten des Jahres“-Rankings, Claudia Unterweger (FM4), Gewinnerin des Journalismuspreis „von unten“, und Kommunikations- und Medienwissenschaftler Thomas Steinmaurer von der Universität Salzburg. Fanny Stapf sagte: „Qualität ist für mich auch eine gewisse Nahbarkeit. Qualitätsjournalismus muss verständlich sein Wir machen mit der ,ZIB Zack Mini‘ Kindernachrichten, die auch von Erwachsenen gesehen werden – ohne komplexe Begriffe.“ Ö3-Redakteurin Sarah Seekircher definierte die Qualität des Radiosenders so: „Ö3 liefert einer großen Anzahl von Menschen relevante, aktuelle Nachrichten, die geprüft sind.“ „Saubere Information sollte genauso selbstverständlich sein wie sauberes Wasser“, weil sie lebenswichtig für unsere Demokratie sei, so Thomas Steinmaurer. Um Qualität auch vermehrt ins Netz zu bringen, müsse die Öffentlichkeit aber in diesen Transfer investieren: „Der ORF soll auf allen Kanälen im Netz alles tun können, was alle anderen auch können. Online first und längere Abrufmöglichkeit von Inhalten sollten eine Selbstverständlichkeit sein.“ Claudia Unterweger schilderte ihren Qualitätsanspruch am Beispiel ihrer preisgekrönten Interview-Reihe mit Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern, die mit Ausbruch der Pandemie obdach- und arbeitslos geworden sind: „Ausgewogen und fundiert zu berichten, unterschiedliche Blickwinkel einzufangen und Menschen zu Wort kommen zu lassen, die in unserer Gesellschaft üblicherweise nicht gehört werden!“
Moderiert wurde das ORF-DialogForum von Klaus Unterberger, ORF Public Value.

Die DialogForen wurden auf zukunft.ORF.at live gestreamt. Am 1. Juni 2022 um 0.00 Uhr auf ORF III Kultur und Information wird eine Zusammenfassung ausgestrahlt.

Das ORF-DialogForum ist eine Initiative des ORF, um das Gespräch mit seinem Publikum, den österreichischen Institutionen, den Organisationen und Gruppen der Gesellschaft zu beleben.

Rückfragen & Kontakt:

ORF – Unternehmenskommunikation
Tatjana Fiedler
(01) 87878 – DW 14652
presse.ORF.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.