Am 4. März um 21.05 bzw. 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Wem gehört unser Leben? Gibt es ein Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben? Der ORF konzentriert sich in einem Themenabend zur heiklen Frage der Sterbehilfe zunächst auf die österreichische Rechtslage, die bis vor Kurzem deutlich restriktiver war als in der Schweiz oder Deutschland. Patrick Hibler, Ludwig Gantner und Eva Maria Kaiser zeichnen in einem von Peter Resetarits moderierten und kommentierten „Am Schauplatz Gericht Spezial“ am Donnerstag, dem 4. März 2021, um 21.05 Uhr in ORF 2 die juristischen Bemühungen von vier Antragstellern um eine Liberalisierung der Strafgesetze und deren Gang zum Verfassungsgerichtshof nach.
Um 22.30 Uhr folgt die ORF-Premiere der topbesetzten Verfilmung von Ferdinand von Schirachs gleichnamigem Theaterstück und Buch „Gott“. Der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Lars Kraume inszenierte den mit Barbara Auer, Lars Eidinger, Matthias Habich, Ulrich Matthes, Anna Maria Mühe, Christiane Paul, Götz Schubert und Ina Weisse hochkarätig besetzten Fernsehfilm „Gott“ nach einem Drehbuch von Ferdinand von Schirach. Dabei geht es um den Fall eines 78-jährigen, kerngesunden Mannes, der sein Leben durch ein Medikament und mit Hilfe seiner Ärztin beenden will. Ein Ethikrat befasst sich daraufhin mit der Frage, ob ärztliche Sterbehilfe in einem solchen Fall erlaubt sein soll. Zwischen Gegnern und Befürwortern entbrennt sogleich eine hitzige Diskussion.

Am Schauplatz Gericht Spezial: „Letzte Entscheidung“ – 21.05 Uhr, ORF 2

Herr M. ist schwerkrank und will, dass ihm beim schmerzfreien und möglichst würdevollen Sterben geholfen werden darf, Dr. H. ist Arzt, der immer wieder mit Wünschen nach „Hilfe“ von Sterbewilligen konfrontiert ist, dem aber nicht entsprechen kann, und Herr T. hat seiner unheilbar kranken Frau eine Pistole besorgt und ihr versprochen ihr zu helfen, wenn sie beim Suizidversuch scheitern sollte.
Vertreten wurden alle vier von Dr. Wolfram Proksch, der die Paragrafen „Mitwirkung am Selbstmord“ und „Tötung auf Verlangen“ für verfassungswidrig hält. Jene Theologinnen und Theologen, Mediziner/innen oder Hospizmitarbeiter, die die „Beseitigung dieser Tötungshemmung“ höchst skeptisch sehen und auch beim Verfassungsgerichtshof gehört wurden, kommen gleichermaßen zu Wort wie die Befürworter/innen einer Liberalisierung der Strafgesetze.

Der abschließende Teil der Reportage widmet sich der Frage, wie nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes eine neue Regelung – er hat entschieden, dass nicht mehr jegliche Beihilfe zum Suizid unter Strafe steht – aussehen soll. Soll jeder, auch der gesunde junge Mensch, Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen dürfen, soll es Altersgrenzen geben, muss jemand, der Sterbehilfe in Anspruch nehmen will, schwere Schmerzen haben oder unheilbar krank sein, und wie wird sichergestellt, dass der freie Wille des Sterbewilligen gewährleistet ist? Was soll ins neue Gesetz geschrieben werden?

Mehr zum Inhalt von „Gott“ – 22.30 Uhr, ORF 2

Der 78-jährige ehemalige Architekt Richard Gärtner (Matthias Habich) möchte seinem Leben ein Ende setzen. Dies soll jedoch nicht im Ausland, sondern ganz legal mit der Hilfe seiner Hausärztin geschehen. Für Dr. Brandt (Anna Maria Mühe) kommt es aus persönlicher Überzeugung nicht infrage, ihrem zwar betagten, aber gesunden Patienten ein todbringendes Präparat zu besorgen. Richard Gärtners Fall wird exemplarisch vor dem Deutschen Ethikrat unter der Vorsitzenden (Barbara Auer) diskutiert. Strittig ist dabei nicht die Frage, welche Formen von Sterbehilfe für Mediziner/innen straffrei sind, sondern ob Ärztinnen und Ärzte dem Patientenwunsch eines Lebensmüden gerecht werden müssen – egal ob jung, alt, gesund oder krank. Ethikrat-Mitglied Dr. Keller (Ina Weisse) befragt die Sachverständigen und lässt so die unterschiedlichen Fachleute zu Wort kommen. Verfassungsrechtlerin Prof. Litten (Christiane Paul) und der Anwalt von Richard Gärtner (Lars Eidinger) stehen Bischof Thiel (Ulrich Matthes) und Ärztekammerchef Sperling (Götz Schubert) dabei mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber.

„Gott“ ist eine Produktion der MOOVIE in Koproduktion mit der ARD Degeto und dem rbb für die ARD in Zusammenarbeit mit dem ORF und Constantin Film – gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und den FilmFernsehFonds Bayern. Executive Producer ist Oliver Berben, Produzentin Heike Voßler.

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