Nach einem halben Jahr bereits 45 Prozent Frauenanteil bei den teilnehmenden Sendungen

Wien (OTS) Die BBC startete vor vier Jahren eine Challenge, an der sich mittlerweile mehr als 50 Medienhäuser weltweit beteiligen, darunter der ORF. Der Frauenanteil in Sendungen – das betrifft vor allem die Präsenz von Expertinnen in Interviews, Diskussionen etc. – soll weiter gesteigert werden, bis 50:50 erreicht ist. Im ORF läuft die 50:50-Challenge seit Oktober 2020. Mittlerweile liegt der Frauenanteil bei 45 Prozent bei den insgesamt 90 Sendungsteams, die mit an Bord sind.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz unterstützt die Initiative:
„Gleichstellung gilt als unverzichtbarer Erfolgsfaktor für alle Unternehmen. Besonders für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in ganz Europa ist ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis von großer Bedeutung, wenn nicht sogar eine Verpflichtung. Schließlich ist die Hälfte unseres Publikums weiblich, und Frauen sollen sich genauso wie Männer mit unseren Programmen identifizieren.“

Katia Rössner, ORF-Gleichstellungsbeauftragte, freut sich über den Erfolg: „Das Interesse der Redaktionen an der 50:50-Challenge ist groß. Mehr als 3.500 einzelne Sendungen wurden in den letzten sechs Monaten ausgewertet. Mehr als die Hälfte davon hat das Ziel 50:50 im März bereits erreicht, bei den übrigen gibt es noch Aufholbedarf, eben bei Expertinnen.“

Waltraud Langer, Chefredakteurin der TV-Hauptabteilung Magazine und Servicesendungen, war von Beginn an dabei, denn: „Die Challenge unterstützt, was selbstverständlich sein sollte: Die ungezählten kompetenten Frauen in diesem Land sichtbar zu machen“. Die Initiative habe viel ausgelöst, „denn in den Redaktionen wird seit Beginn der Challenge viel intensiver über den Frauenanteil in den Beiträgen diskutiert“.

Die 50:50-Challenge ist eine Initiative der BBC. Die Teilnahme ist freiwillig. In den beteiligten Medienunternehmen prüfen die teilnehmenden Sendungsteams den Geschlechter-Anteil jedes Formats: Es wird kontinuierlich ausgewertet und festgehalten, wie viele Frauen und Männer in den Sendungen vertreten sind. Im besten Fall wird das Geschlechterverhältnis bereits während der Sendungsplanung mitgedacht.

Bei gleicher Qualifikation von Experte und Expertin fällt die Entscheidung für eine Frau. Aber in jedem Fall müssen die Teams eine qualifizierte Person für alle Beiträge wählen, unabhängig davon, wie sich die Wahl auf das Geschlechterverhältnis auswirkt. Journalistische Qualität bleibt in jedem Fall das oberste Prinzip. Zudem werden nur jene Personen bei der Zählung berücksichtigt, die von den Redaktionen frei gewählt werden können.

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