Wien (OTS) Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 23. April 2017, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Verteidiger des Abendlandes? „Neue Rechte“ in der Offensive

Sie hetzen gegen Muslime und Migranten und berufen sich auf völkisch-autoritäre Staatskonzeptionen: die „Neuen Rechten“, die derzeit in vielen Ländern Europas die Agenda bestimmen. Ob Marine Le Pen in Frankreich oder Viktor Orbán in Ungarn, ob Pegida-Aktivisten in Dresden oder identitäre Provokateure in Wien: Die Neuen Rechten spielen sich zu Verteidigern des „Christlichen Abendlandes“ auf. Aber: Wie christlich ist das, was sie durchsetzen möchten? Dazu in „Orientierung“-Interviews: der Theologe Hans Schelkshorn und die Journalistin Barbara Coudenhove-Calergi. Ein Bericht von Günter Kaindlstorfer.

Ägypten vor Papstbesuch: Zeichen gegen Extremismus

Kommende Woche, am 28. April, wird Papst Franziskus zu einem zweitägigen Besuch nach Ägypten aufbrechen. Eingeladen wurde er von der islamischen Al-Azhar-Universität und von der koptischen Kirche, die die Mehrheit der Christen in Ägypten stellt. Die Papst-Visite fällt dabei in unruhige Zeiten: Im Dezember gab es einen Anschlag auf die koptische Kathedrale in Kairo. Erst am Palmsonntag wurden zwei weitere IS-Attentate auf Kirchen verübt. Dutzende Christen kamen ums Leben. Die Al-Azhar-Universität, eine der wichtigsten Rechtsautoritäten im sunnitischen Islam, möchte mit der Einladung ein Zeichen gegen Extremismus setzen. Sie hat vom ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi den Auftrag erhalten, den religiösen Diskurs innerhalb des Islam zu erneuern. Aber sind die „Beamten-Scheichs“ dieser Aufgabe tatsächlich gewachsen und gelten sie unter gläubigen Muslimen auch als glaubwürdig? Und wie lässt sich der Dialog zwischen dem Vatikan und Al-Azhar auf die Straßen von Ägypten „übersetzen“? Ein Bericht von Karim El-Gawhary.

„Missionare des Propheten“: Ahmadiyya Muslim Jamaat

Sie sind voll Missionseifer und glauben an die alles überragende Botschaft des Islam: Seit rund 130 Jahren sehen sich die Ahmadiyya-Muslime als Reformer unter den Muslimen. Mit dem schlichten Spruch „Liebe für alle, Hass für keinen“ bringt die Gemeinschaft – Ahmadiyya Muslim Jamaat – ihr Verständnis der Botschaft des Propheten Mohammed auf den Punkt. Gewaltfreiheit predigen die Ahmadiyya-Muslime und betrachten den Dschihad ausschließlich als einen „inneren Bekehrungsprozess“. In ihrem Gründer Mirza Ghulam Ahmad sehen sie den wiedergekommenen Messias. Damit freilich stehen sie im Widerspruch zu allen anderen muslimischen Richtungen, die den Ahmadiyya-Muslimen das „Muslimsein“ absprechen. In vielen mehrheitlich muslimischen Ländern werden Ahmadiyya-Anhänger verfolgt. In Indien entstanden, ist die Ahmadiyya-Bewegung heute in fast allen Ländern der Erde präsent und betreibt Moscheen, Hilfseinrichtungen, Bildungseinrichtungen und Missionsstationen. Die „Orientierung“ hat in London das geistliche Zentrum der Bewegung und ihr spirituelles Oberhaupt, den Kalifen Mirza Masrur Ahmad, besucht und dort auch andere wichtige Führungspersönlichkeiten der „muslimischen Missionare“ getroffen. Ein Bericht von Marcus Marschalek.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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