Investitionen, um Leben zu retten, sind notwendig

Wien (OTS) Der neue Tätigkeitsbericht der Wiener Interventionsstelle zeigt, dass leider häusliche Gewalt – und in der Folge Frauenmorde – nach wie vor ein akutes Thema sind.

“Das von der türkisblauen Bundesregierung geplante Gewaltschutzpaket, das noch im Herbst beschlossen werden soll, ist hingegen unambitioniert und mangelhaft”, kritisiert Maria Stern, Parteichefin von JETZT-Liste Pilz. “Um Gewaltschutz und opferbasierte Täterarbeit tatsächlich zu garantieren, muss mehr Geld in die Hand genommen werden. Die Istanbul Konvention, die Österreich ratifizierte, empfiehlt, 210 Mio Euro zu investieren – auch, um die jährlichen Folgekosten von häuslicher Gewalt, in der Höhe von 3,7 Milliarden Euro, einzusparen.”

Stern kritisiert, dass die rechtskonservative Regierung unter Kurz die erfolgreichen Fallkonferenzen MARAC einstellte, welche Hochrisikofälle schützend begleiten und somit Leben retten. “Es ist auch unerträglich, dass Kinder und Jugendliche, die Zeugen von häuslicher Gewalt wurden, nur ein unzureichendes Betreuungsangebot vorfinden. Wir wissen, dass die Traumatisierung lebenslange Folgen haben kann, wenn sie nicht professionell verarbeitet wird. Statt diese Tatsache ernst zu nehmen, warteten im letzten Jahr Frauenhäuser monatelang auf die Zusicherung der Gelder für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die in Frauenhäusern leben. Das Ausmaß der Ignoranz der Regierung Kurz war erschütternd.”

Stern weist darauf hin, dass die versprochen 100 Notbetten noch immer nicht realisiert wurden: “Die Bevölkerung statt dessen mit umstrittenen Strafverschärfungen abzuspeisen, ist billig und zeugt von der Unkenntnis der Verantwortlichen.”

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