Grüne: Radikale Reform des bäuerlichen Abgabensystems erforderlich

Wien (OTS) „Der Rabatt für 80 Prozent der Bäuerinnen und Bauern im Rahmen der Sozialversicherung der Bauern stellt akut nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar. Damit das Bauernsterben nachhaltig gestoppt werden kann, braucht es jedoch eine Reform des bäuerlichen Abgabensystems an Kopf und Gliedern“, fordert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

„Die 90 Millionen-Entlastung wird nämlich von den Betroffenen selbst finanziert. Denn ab 1. Jänner 2017 werden die Sozialversicherungsabgaben der kleinen und mittleren Betriebe stark ansteigen, da die neuen erhöhten Einheitswerte erstmals als Grundlage zur Berechnung herangezogen werden“, informiert der Grün-Abgeordnete und erinnert daran, dass laut Grünem Bericht 2016 bereits 25 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe ein negatives Betriebsergebnis haben.

„Durch den Anstieg der Einheitswerte kommt es ab Jahresbeginn 2017 jedoch nicht nur zu einer Erhöhung von Sozialversicherungbeiträgen, sondern auch von Grundsteuer, Familienlastenausgleichsfonds-Anteilen, Einkommenssteuer und Landwirtschaftskammerumlage“, betont Pirklhuber.

In einem parlamentarischen Entschließungsantrag fordert Pirklhuber eine wissenschaftliche Evaluierung des aktuellen österreichischen Einheitswertsystems für die landwirtschaftlichen Betriebe und den damit eng verwobenen Beitragsgrundlagen der bäuerlichen Sozialversicherung. Zur Fertigstellung eines angepassten und ausgewogenen Berechnungsmodells auf wissenschaftlicher Basis solle daher die Neuberechnung bis 1. Jänner 2018 verschoben werden.

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