Politische-Akademie-Präsidentin Bettina Rausch will im Gedenkjahr „Wurzeln und Zukunft“ der Freiheit diskutieren

Wien (OTS) Die Politische Akademie der Volkspartei stellt den Juni unter das Motto „Impulse zur Freiheit“. In vier Diskussionsabenden will sie Aspekte der Freiheit in „philosophisch-wissenschaftlichem“ Rahmen erörtern. Politische-Akademie-Präsidentin Bettina Rausch sieht diese Veranstaltungsreihe als Beitrag zum heurigen Gedenkjahr.

Die Republik habe zurecht die Jahre 1918 (Gründung der ersten Republik) und 1938 in den Mittelpunkt des Gedenkens gestellt. „Der Anschluss im Jahr 1938 war der Beginn des dunkelsten Kapitels in unserer Geschichte und die Jahre danach eine Zeit der Unfreiheit – bis hin der Pervertierung des Freiheits-Begriffs mit dem unsäglichen KZ-Spruch ‚Arbeit macht frei‘“, betont Rausch.

Die VP-Akademie will das Gedenken an die „Periode der Unfreiheit im Nazi-Regime“ nun ergänzen um Gedanken zur historischen und zukünftigen Entwicklung der Freiheit für Menschen und Gesellschaften. „Es gibt einige ‚8er-Jahre‘ die in Zusammenhang mit Freiheit von besonderer Bedeutung sind und deren Errungenschaften bis heute wirken“, so Rausch.

Zentral sei die bürgerliche Revolution gegen den Absolutismus im Jahr 1848, die unter anderem zur Bauernbefreiung durch das Ende des Feudalismus, zur Einführung von Presse- und Versammlungsfreiheit und dem in Österreich ersten „Versuch einer Wahl“ geführt habe. 

Lange waren Frauen von politischen Aktivitäten und Vereinen ausgeschlossen. Daher betont Rausch die Bedeutung der Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918. Als weiteren Baustein für Freiheit nennt sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen im Jahr 1948. Auch die Überwindung allzu strenger gesellschaftlicher Zwänge und Normen durch die 1968-Bewegung sei ein Schritt zu mehr Freiheit gewesen, die Zwentendorf-Volksabstimmung im Jahr 1978 habe zu einer pluralistischeren Demokratie und mehr Bereitschaft zum persönlichen politischen Engagement geführt.

„Freiheit ist einer der sieben Grundwerte der Volkspartei“, erklärt Rausch. Dass auch andere Parteien diesen Begriff in ihren Programmen oder sogar Namen verwenden, zeige, wie wichtig die Auseinandersetzung damit sei, was man konkret darunter verstehe. 

Für die Volkspartei gründe der Freiheitsbegriff im christlich-humanistischen Weltbild. „Es sieht den Menschen als Individuum mit unantastbarer Würde und Verantwortung für sich und die Gesellschaft“, so Rausch, die auf den großen Aufklärungs-Philosophen Immanuel Kant verweist, für den Freiheit das „einzige, ursprüngliche, jedem Menschen kraft seiner Menschheit, zustehende Recht“ sei, das seine Einschränkung nur dort finde, wo „die Freiheit eines anderen aufhört“.

Mit der Veranstaltungsreihe „Impulse zur Freiheit“ will sich die Politische Akademie daher mit „Wurzeln und Zukunft“ des Freiheitsbegriffs auseinandersetzen, ganz im Sinne des Benediktinerpaters Anselm Grün, der gesagt hat: „Nur wer seine Wurzeln kennt, kann wachsen.“

Die Diskussionsabende finden in Salzburg (7. Juni, u.a. mit Alt-Landeshauptmann Franz Schausberger), Graz (13. Juni, u.a. mit Addenum-Journalistin Judith Denkmayr), Linz (21. Juni, u.a. mit Digitalisierungsexperten Mic Hirschbrich) und Wien (28. Juni, u.a. mit der deutschen Freiheitsforscherin Ulrike Ackermann) statt. Alle Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich. Infos zu den Veranstaltungen und allen Gesprächspartnern am Podium unter: https://politische-akademie.at/de/themen/impulse-zur-freiheit.

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