Das LBG Open Innovation in Science Center hat seine erste Ausschreibung zu BürgerInnenbeteiligung in Forschung abgeschlossen, 11 Projekte werden unterstützt.

Indem wir PatientInnen und BürgerInnen aktiv in die Forschung einbinden, kann sich die Wissenschaft stärker an gesellschaftlichen Bedürfnissen orientieren und neue Lösungsansätze sichtbar machen. Die langjährige Expertise der LBG im Bereich Open Innovation stellen wir durch das PPIE-Umsetzungsprogramm nun auch anderen Forschungseinrichtungen bereit

Univ.-Prof. Dr. Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Präsidentin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Wien/Graz (OTS) Im ersten Durchgang des Patient-and-Public-Involvement-and-Engagement-Umsetzungsprogramms (PPIE) der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) wurden 11 Förderprojekte ausgewählt. Das Programm unterstützt österreichische Forschungseinrichtungen bei der aktiven Einbindung von PatientInnen und BürgerInnen in Forschungsprojekte und treibt damit die BürgerInnenbeteiligung in der Wissenschaft aktiv voran. Insgesamt wurden 29 Anträge von 15 unterschiedlichen Institutionen in Österreich eingereicht, die Beteiligungsprojekte starten mit März 2021. Eine zweite Pilotausschreibung ist für Oktober 2021 geplant.

LBG unterstützt BürgerInnenbeteiligung in Forschung

Die LBG ist bereits seit 2016 Vorreiter in der gezielten Öffnung von Wissenschaft. “Indem wir PatientInnen und BürgerInnen aktiv in die Forschung einbinden, kann sich die Wissenschaft stärker an gesellschaftlichen Bedürfnissen orientieren und neue Lösungsansätze sichtbar machen. Die langjährige Expertise der LBG im Bereich Open Innovation stellen wir durch das PPIE-Umsetzungsprogramm nun auch anderen Forschungseinrichtungen bereit“, so Univ.-Prof. Dr. Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Präsidentin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

Beratung und Unterstützung von ForscherInnen durch Peer-Netzwerk

Das PPIE-Team unterstützt die Umsetzung der Projekte durch Beratung und themenspezifische Trainings mit ExpertInnen-Workshops und Webinaren. Die Beteiligungsprojekte sind auch in ein Peer-Netzwerk eingebettet, das Austausch und gemeinsames Lernen ermöglicht.

Die ausgewählten Projekte adressieren unterschiedlichen Herausforderungen im Gesundheits- sowie im sozialwissenschaftlichen Bereich und binden PatientInnen und BürgerInnen auf unterschiedliche Art und Weise in ihre Forschungsvorhaben ein. Das Projekt VASCage „Patient involvement in stroke research“ des Forschungszentrums zu Gefäßalterung und Schlaganfall in Innsbruck entwickelt etwa gemeinsam mit einem PatientInnen-Board einen Fragenbogen und Interviews, um Bedürfnisse von Betroffenen in der akuten, subakuten und chronischen Phase des Schlaganfalls zu erfahren. Dadurch können PatientInnen aktiv im Forschungsdesign mitgestalten und entscheiden.

Das Projekt YOUNGSTARS1 der Fachhochschule Vorarlberg bindet Jugendliche mit Typ 1 Diabetes in den Forschungsprozess ein, um gemeinsam mehr über ihre Herausforderungen im Alltag und mögliche Lösungsansätze zu erfahren. Ziel dieses Projektes ist es einen Aktionsplan mit StakeholderInnen zu entwickeln, um die Lebensqualität der betroffenen Jugendlichen langfristig zu verbessern.

Mehr Information zu den geförderten Projekten kann hier abgerufen werden: http://ppie.lbg.ac.at/en/projects/projects-2020

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Lösungsansätze für spezifische Herausforderungen in Ideenwerkstätten mit BürgerInnen und unterschiedlichen Stakeholdern zu erarbeiten. BürgerInnen können ihre individuellen Problemstellungen über die Ideenbox einreichen, die in den Ideenwerkstätten aufgegriffen werden. Weitere Informationen dazu können hier abgerufen werden: https://ppie.lbg.ac.at/en/facilitate/Ideenbox

PPIE-Umsetzungsprogramm

Das PPIE-Umsetzungsprogramm am LBG Open Innovation in Science Center unterstützt die Entwicklung und Umsetzung von PatientInnen und BürgerInnenbeteiligung in der Wissenschaft. Das Programm fördert Aktivitäten, die eine Forschung „mit“ oder „von“ PatientInnen bzw. BürgerInnen ermöglicht. Die angedachten Beteiligungsmaßnahmen sollen die Öffentlichkeit und Menschen mit gelebter Erfahrung, wie PatientInnen, ermächtigen, indem sie Forschungsprojekte mitgestalten oder in die Governance der Forschung (z.B. Beiräte) einbezogen werden. Im Rahmen des Programms gibt es zwei Ausschreibungen zur Umsetzung von Beteiligungsaktivitäten. Die erste Ausschreibung begann am 1. September 2020, die zweite wird im Herbst 2021 starten. Im ersten Call konnten Antragsteller zur Durchführung ihrer Einbindungsmaßnahmen um bis zu maximal EUR 60.000 ansuchen. Das Programm wird aus Mitteln der Nationalstiftung finanziert. https://ppie.lbg.ac.at

Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine Forschungseinrichtung mit thematischen Schwerpunkten in der Medizin und den Life Sciences sowie den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die LBG betreibt zusammen mit akademischen und anwendenden Partnern aktuell 20 Ludwig Boltzmann Institute und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen AkteurInnen wie Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. Gesellschaftlich relevante Herausforderungen, zu deren Bewältigung Forschung einen Beitrag leisten kann, sollen frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden, um gezielt neue Forschungsthemen in Österreich anzustoßen. Teil der LBG sind das LBG Open Innovation in Science Center, das das Potenzial von Open Innovation für die Wissenschaft erschließt, und das LBG Career Center, das 250 PhD-StudentInnen und Postdocs in der LBG betreut. www.lbg.ac.at

Rückfragen & Kontakt:

Inhaltlicher Kontakt
Mag. Dr. Raphaela Kaisler, MSc
Leiterin PPIE-Umsetzungsprogramm
LBG Open Innovation in Science Center
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Tel +43 1 513 27 50-62
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Laura Heller, MA
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
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