Wie könnte die Zukunft aussehen, wenn bereits existierende Technologien und Lösungsansätze genutzt werden?

Wien (OTS) Täglich wird von neuen Weltuntergangsszenarien berichtet – Klimawandel, Verschmutzung der Meere oder das Aussterben von Tierarten. Der preisgekrönte australische Filmemacher Damon Gameau („Voll verzuckert – That Sugar Film“) versucht in „2040 – Wir retten die Welt“ am Mittwoch, dem 14. Juli 2021, um 20.15 Uhr in ORF 1 ein optimistischeres Bild entgegenzusetzen. Wie könnte die Zukunft im Jahr 2040 aussehen, wenn wir bereits vorhandene Technologien und Lösungsansätze nutzen? Angetrieben durch seine vierjährige Tochter Velvet, begibt er sich für seine Recherchen auf eine Reise rund um den Globus, um herauszufinden, welche innovativen Konzepte zur Rettung der Welt bereits existieren. Dafür spricht er mit Expertinnen und Experten über erneuerbare Energien, alternative Mobilität und moderne Landwirtschaft.

In Bangladesch stößt Gameau auf ein Modell der dezentralisierten Solarzellenversorgung. Die Haushalte stellen über Heimsolaranlagen ihre eigene Energie her und können überschüssige Energie untereinander tauschen oder verkaufen. Der Profit bleibt im Ort und schafft Unabhängigkeit von großen Energiekonzernen. Neue Ideen zum nachhaltigen Ackerbau liefert der australische Landwirt Colin Seis. Er nutzt Mischpflanzenfelder als Rinderweide. Einerseits fressen die Tiere dadurch wieder artgerechtes Pflanzenfutter, andererseits halten sie mit ihren Ausscheidungen den Boden gesund. Auch der akuten Bedrohung im Meer könne man entgegenwirken. Marine Permakultur wäre eine Möglichkeit, die Ozeane zu bewirtschaften und gleichzeitig zu helfen, lebende Systeme im Meer wiederherzustellen. Etwa durch den Anbau von Algen: „Seetang eignet sich als Lebensmittel, Tierfutter, Düngemittel, Ballaststoff und Biotreibstoff“, sagt Brian von Herzen, Geschäftsführer von „The Climate Foundation“. Auch für das Leben in der Großstadt der Zukunft gibt es Ideen. Wenn der Individualverkehr durch Sharing-Modelle und selbstfahrende Verkehrsmittel ersetzt wird, werde mehr Platz für öffentliche Parks und Urban Gardening frei.

Die beste Lösung zur Umkehrung der Erderwärmung sieht Gameau aber in der Förderung von Mädchen und Frauen. „Wir wissen, dass Frauen, wenn sie als Kinder länger zur Schule gehen und die Chance haben, Empfängnisverhütung zu betreiben, erst dann Kinder bekommen, wenn sie dazu bereit sind. Und sie werden sich wohl auch für weniger Kinder entscheiden“, sagt Amanda Cahill, Geschäftsführerin von „The Next Economy“. „Das hat den Effekt, dass die Gesamtbevölkerung langsamer wächst, was bedeutet, dass es weniger Druck und Wettbewerb um den Zugang zu Ressourcen gibt.“
Auf Flimmit (www.flimmit.at) finden sich zudem zahlreiche weitere „Dok 1“-Ausgaben zum Nachsehen, darunter etwa „Jetzt oder Nie – Ist diese Welt noch zu retten?“.

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