Wien (OTS) Unter Jugendlichen ist die Zahl von Mädchen, die sich als Bursch fühlen, weit höher als umgekehrt. Viele wünschen sich eine Hormonbehandlung vor der Pubertät. Wie schwierig der Weg der Geschlechtsangleichung ist oder wie man bürokratische Hürden überwindet, darüber berichten junge Transmenschen auf TikTok, Instagram oder Youtube. Manche Beobachter*innen orten darin gar einen Trend. Laut WHO sind Transmenschen nach wie vor eine besonders verletzliche Gruppe. 3sat zeigt dazu am Mittwoch, dem 21. April 2021, um 20.15 Uhr die neue ORF/3sat-Dokumentation „Männlich, Weiblich, Trans* – Was heißt schon Geschlecht?“ von Constanze Grießler und Franziska Mayr-Keber. Um 21.05 Uhr folgt „Gabrielle – kopfüber in ein neues Leben“. Der „kreuz und quer“-Film von Bernadette Saint-Remi zeigt vor allem die emotionale Seite der so folgenschweren Entscheidung einer Geschlechtsumwandlung – und das Leben danach.

„Es waren früher nicht weniger Patient*innen, wir haben es nur nicht gesehen. Jetzt wird es deutlicher. Und natürlich auch durch die mediale Aufmerksamkeit, die das Ganze derzeit bekommt“, meint Mick van Trotsenburg. Der Gynäkologe gilt als Pionier der Transgendermedizin und leitete das „Transgender Kompetenzzentrum“ in Amsterdam.

Heute kann die Pubertät mit einer Hormonbehandlung unterbrochen werden, was eine spätere Geschlechtsangleichung erleichtert. Für manche ist das eine große psychische Entlastung, aber es gibt auch solche, die diesen irreversiblen Schritt bereuen. Und dann gibt es viele, die sich dafür einsetzen, Geschlechtergrenzen als „Spektrum“ mit individuellen Schattierungen zu verstehen.

Der „Regenbogen“ hat mit Kerstin Ott einen prominenten Platz in der Schlagerwelt gefunden. Diese sei eben nicht so konservativ, wie manche vielleicht glauben, sagt Ott stolz über ihre Fangemeinde. Die Sängerin ist offen lesbisch und verheiratet. Bei einer deutschen TV-Show war ihre Tanzpartnerin eine Frau, sie selbst ist im Anzug aufgetreten. Ist „Diversity“ als Vielfalt also im Mainstream angekommen? Oder handelt es sich bloß um ein Etikett, mit dem sich Firmen ihr Image aufpolieren? So gibt es bereits genderneutrale Unterwäsche, ja selbst eine bekannte Sprudel-Limonade lässt sich zu einer einmaligen Sonderedition mit Genderstern hinreißen.

„Firmen wissen, dass sie eine bestimmte Klientel hinter sich haben, wenn sie sich jetzt als queerfreundlich geben. Das ist einfach Opportunismus“, konstatiert Kabarettistin Lisa Eckhart. Die junge Grazerin tritt radikal sexy vor ihr Publikum und verrät, dass sie sich als Kind eine Zeitlang eher als Bursch gefühlt hat. Vorbild: der faule Willy aus „Biene Maja“.

Danny hingegen hat sich schon immer als Mann gefühlt. Mit Einsetzen der Menstruation und seinem Brustwachstum konnte er nicht sofort handeln. Erst nach seiner Schulzeit hat er mit Testosteron begonnen. Offen und mit Humor berichtet er auf TikTok und Instagram über seinen Weg zum „richtigen“ Mann. Doch was ist schon ein richtiger Mann? Die Frage beantwortet der Journalist und Moderator Malcolm Ohanwe, der sich mit Identität und Rassismus sowie toxischer Männlichkeit beschäftigt.

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