Situation der ErntearbeiterInnen muss verbessert werden

Wien (OTS) „Der Rücktritt von Elisabeth Köstinger ist ein guter Tag für die Beschäftigten in der Landwirtschaft, denn sie hat nichts unternommen, um ihre Situation zu verbessern – im Gegenteil“, so der Vorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Rainer Wimmer. Er erinnert daran, dass sich Österreich unter Köstingers Federführung an die Spitze jener Länder gesetzt hatte, die das Festschreiben einer sozialen Dimension in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verhindern wollte. „Köstinger ist vehement dafür eingetreten, die üppigen EU-Agrarförderungen auch an jene Landwirte auszuzahlen, die die ArbeitnehmerInnenrechte mit Füßen treten. Das war beispielhaft für ihre Politik“, erläutert Wimmer.

„Wer immer Köstinger in diesem Ressort nachfolgt, muss endlich die Situation der Erntearbeiterinnen und Erntearbeiter ernst nehmen und Verbesserungen unterstützen“, fordert Wimmer. Die österreichische Landwirtschaft sei von diesen Arbeitskräften, die überwiegend aus dem Ausland kommen, abhängig. Das habe die Corona-Pandemie eindrücklich gezeigt. „Diese Menschen, die maßgeblich zur Lebensmittelproduktion beitragen, haben sich endlich faire Bedingungen verdient. Dafür braucht es höhere Löhne, bessere Kontrollen gegen Lohndumping und das Bewusstsein, dass Klientelpolitik für Großbauern allein nicht ausreicht, um unsere Versorgung sicherzustellen“, betont der Gewerkschaftsvorsitzende.

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