Bundesregierung führt Abschläge auch bei Schwerarbeits- und Invaliditätspensionen wieder ein

Wien (OTS) Als skandalös bezeichnet der Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Rainer Wimmer, dass die türkis-grüne Regierung nun nach den Langzeitversicherten auch Schwerarbeitern und kranken Menschen in die Tasche greift. „Der Pensionsraub geht weiter! Die Bundesregierung schreckt nicht davor zurück, die Abschläge auch bei der Schwerarbeits- und Invaliditätspensionen wieder einzuführen. Geht es nach Kurz, Wöginger und Anschober hat anscheinend kein einziger Arbeitnehmer mehr in diesem Land eine ungekürzte Pension verdient“, zeigt sich Wimmer anlässlich des soeben bekannt gewordenen konkreten Gesetzvorschlags der Regierungsfraktionen bestürzt. ****

In den letzten Tagen und Wochen wurde immer wieder fälschlicherweise verbreitet, dass quasi nur Angestellte aus geschützten Bereichen die abschlagsfreie Pension in Anspruch nehmen und Frauen nie davon profitieren würden und „echte Hackler“ ohnehin in die Schwerarbeitspension gehen würden. Jetzt wird aber auch dort eingegriffen. „Es ist und bleibt eindeutig: Die Einführung von Abschlägen ist eine Kürzung der Pensionen und nichts anderes. Daran ändert auch das Ablenkungsmanöver mit dem Frühstarterbonus nichts“, so der Gewerkschaftsvorsitzende, der an die Regierungsparteien appelliert: „Hören Sie auf, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen. Haben Sie wenigstens den Anstand und den Mut und sagen sie den Betroffenen ins Gesicht, dass Sie kein Interesse daran haben, die Leistung von Menschen, die lange, fleißig und schwer gearbeitet haben, anzuerkennen.“

Abschließend hält Wimmer fest: „Auch wenn nun die Regierungsparteien mit ihrer Mehrheit über die Menschen drüberfahren und den türkis-grünen Pensionsraub durchziehen ist für uns die Angelegenheit nicht zu Ende. Wir werden nicht ruhen, bis wieder Gerechtigkeit in unserem Pensionssystem hergestellt ist. Wer lange gearbeitet hat, darf in der Pension keine Abschläge haben. 45 Jahre sind genug!“

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