„Weiß nicht, wie dieses Schreiben die päpstliche Approbation erlangen konnte.“ „Größtmöglicher Schaden für die Kirche“

Wien (OTS) In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ übt der Wiener Dompfarrer Toni Faber heftige Kritik an der Vatikanischen Glaubenskongregation. Diese hatte erklärt, dass katholische Priester keine homosexuellen Paare segnen dürften. Faber: „Wenn ich den Auftrag hätte, mit zwei Textseiten den größtmöglichen Schaden für die Kirche auszulösen, dann würde ich genauso einen Brief schreiben, wie ihn die Glaubenskongregation jetzt verfasst hat.“ Faber weiter: „Es ist geradezu verrückt, dass man sich mit so einem Thema vor Ostern ins Gerede bringt. Wie dieses Schreiben die päpstliche Approbation erlangen konnte, weiß ich nicht. Vielleicht wurde es Papst Franziskus schlicht untergejubelt.“

Er selbst werde gleichgeschlechtlich liebenden Paaren seinen Segen nicht verweigern, erklärt der Dompfarrer: „Wenn Mutter Kirche von mir verlangt, dass ich alle nach Hause schicke, die homosexuell lieben, dann muss ich sagen: Nicht mit mir.“

Das Gespräch mit Faber erscheint in der kommenden Ausgabe des „profil“, das der Debatte um die Segnung homosexueller Paare auch seine Titelgeschichte widmet.

Rückfragen & Kontakt:

“profil”-Redaktion, E-Mail: online@profil.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.