Bei Investitionen in die Kinderbildung muss Österreich auf Europa-Niveau aufschließen

Wien (OTS) Wien ist im Bereich der Kinderbetreuung und Elementarbildung ein absolutes Vorzeigebundesland. Eine hohe Dichte an Plätzen und umfassende Öffnungszeiten sind die besten Voraussetzung für einen Rechtsanspruch ab dem 1. Lebensjahr, stellt ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann fest. AK-Präsidentin Renate Anderl will dafür die entsprechenden Mittel: Österreich soll auf den EU-Durchschnitt von 1 Prozent der Wirtschaftsleistung aufschließen. Das wäre jährlich ein Plus von mehr als einer Milliarde. Damit würde auch Beschäftigung geschaffen und die Konjunktur belebt.

Wien ist im Bereich der Kinderbetreuung und Elementarbildung ein absolutes Vorzeigebundesland. So liegt die Bundeshauptstadt mit einer Betreuungsquote von 46 Prozent bei den Unter-3-Jährigen weit vor den anderen Bundesländern. Auch bei den Öffnungszeiten ist Wien top: die Hälfte der Plätze, die eine Vollzeitbeschäftigung der Eltern erlauben, werden von Wien gestellt.

Eine hohe Dichte an Plätzen und umfassende Öffnungszeiten sind die besten Voraussetzung für den nächsten Schritt. „Mit einem Rechtsanspruch ab dem 1. Lebensjahr wäre Bildung von Anfang an für jedes Kind sichergestellt“, betont ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann. „Die Eltern hätten so auch die Sicherheit, dass sie Beruf und Familie vereinbaren können.“ Die hervorragende Situation in Wien darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass österreichweit noch viel zu tun ist. Auch in Wien ist ein weiterer Ausbau, insbesondere der Kleinkindbetreuung, von Nöten.

Das erfordert ausreichende Mittel, wie AK-Präsidentin Renate Anderl hervorstreicht: „Es braucht eine gemeinsame Anstrengung von Bund, Ländern und Gemeinden, damit genug Geld in die Kinderbildung fließt. Ziel muss sein, dass Österreich bei den Investitionen in diesen wichtigen Zukunftsbereich auf den EU-Durchschnitt von 1 Prozent der Wirtschaftsleistung aufschließt. Das wäre jährlich ein Plus von mehr als einer Milliarde.“ Das wäre angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage auch wichtig, um Beschäftigung zu schaffen und die Konjunktur zu beleben.

Auch eine Ausbildungsoffensive für Elementarpädagoginnen und –pädagogen muss auf den Weg gebracht werden, um ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung zu haben, weisen Anderl und Schumann hin. „Wien hat hier mit dem Kolleg Change ein großartiges Modell, wie Menschen aus anderen Berufen in diese sinnstiftende und wichtige Tätigkeit umsteigen können“, lobt Anderl. Schumann sieht hier große Dringlichkeit: „Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit müssen die Beschäftigungschancen in der Kinderbildung unbedingt genutzt werden.“

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
ChefIn vom Dienst
+43 1 50165 12565
presse@akwien.at
https://wien.arbeiterkammer.at

ÖGB Kommunikation
Christine Esterbauer
christine.esterbauer@oegb.at
0664 614 5261
www.oegb.at

[ad_2]

Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.