Früher Welterschopfungstag in Österreich verdeutlicht systemische Überproduktion und Ressourcenverschwendung

Wien (OTS) Am 7.4. ist in Österreich 2021 der ‘Welterschöpfungstag’. Würden alle Menschen so leben wie wir in Österreich, wären an diesem Tag alle Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde in einem Jahr erneuern kann. “Der hohe Ressourcenverbrauch hierzulande liegt auch an der geringen Recyclingquote. Nur 10 Prozent aller Produkte und Rohstoffe werden in Österreich wiederverwertet. Hier setzen wir Grüne an: Umweltministerin Leonore Gewessler hat erstmals einen Fördertopf über 10 Millionen Euro für innovative Projekte zur Kreislaufwirtschaft eingerichtet“, kommentiert Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, den heutigen österreichischen ‘Welterschöpfungstag’. Die erwähnte Förderaktion ist Teil der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie, die derzeit federführend vom Klimaschutzministerium erarbeitet wird.

Rössler konstatiert ein System der Überproduktion und Verschwendung: „Früher landeten nur kaputte Dinge im Abfall. Heute ist es Verschwendung aus Bequemlichkeit, aber auch aus Profitgier – wenn Unternehmen Sollbruchstellen einbauen und die Lebenszeit von Dingen künstlich verkürzen. Am Beispiel unserer neuen Wegwerfkultur lässt sich ablesen, wie sehr wir über unsere Verhältnisse leben. Während wir bei Geräten über Langlebigkeit und ein Recht auf Reparatur diskutieren, landen Retourwaren aus dem Onlinehandel, saisonale Kleidung und massenhaft Lebensmittel aus den Haushalten im Müll. Diese systematische Vernichtung gebrauchsfähiger Güter und insbesondere genusstauglicher Lebensmittel sind Raubbau an unserer Zukunft. Wir leben auf einem endlichen Planeten, verhalten uns aber komplett gegenteilig.“

Österreich liegt mit einem Material-Fußabdruck von 33 Tonnen pro Person und Jahr im weltweiten Spitzenfeld. Damit ist der Ressourcenverbrauch fast dreimal so hoch wie im globalen Durchschnitt (12 Tonnen pro Person und Jahr). “Ich bin froh, dass Ministerin Gewessler mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie einen wichtigen Schritt setzt, um unseren hohen Naturverbrauch zu reduzieren. Wir müssen letztlich unsere Anstrengungen auf allen Ebenen verstärken um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu bewerkstelligen“, meint Rössler.

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