Kraftpaket stärkt auch Wirtschaft – Fenninger: strukturelle Maßnahmen statt Einmalpflaster – Muchitsch: Arbeitslosengeld erhöhen – Wimmer fordert Kinderbildungsoffensive

Wien (OTS/SK) Im Vorfeld des Tags der Familie am 15. Mai hat SPÖ-Parteivorsitzende, Klubobfrau Dr.in Pamela Rendi-Wagner gemeinsam mit SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch, SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer und Armutsexperte Erich Fenninger im „Roten Foyer“ das SPÖ-„Kraftpaket Familie“ präsentiert. „Unser ‚Kraftpaket Familie‘ unterstützt Familien, schützt sie vor Armut und stärkt auch die heimische Wirtschaft, indem die Kaufkraft gestärkt und 40.000 neue Jobs geschaffen werden“, so Rendi-Wagner. Die Corona-Pandemie habe den Familien Enormes abverlangt, Existenzängste durch Jobverlust belasten Familien immer stärker. „Eltern und ihre Kinder brauchen gerade jetzt mehr Unterstützung und eine spürbare Entlastung: Sie brauchen mehr Geld, Zeit und Infrastruktur. Dazu gehören bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten und finanzielle Unterstützung: Wir plädieren für eine 13. und 14. Familienbeihilfe für die nächsten zwei Jahre. Und es braucht ein neues Arbeitszeitmodell, sodass beide Elternteile mehr Familienzeit haben.“ ****

„Eltern und Kinder brauchen eine qualitativ gute Kinderbetreuung, auf die sie sich das ganze Jahr über verlassen können“, so die SPÖ-Chefin, denn diese ist „ein wichtiger Grundstein für faire Bildungschancen für alle Kinder in Österreich“. Zentral dabei: ein Rechtsanspruch auf einen ganztägigen, kostenfreien Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr. „Für mich ist klar: Wir alle und der Staat haben hier eine Verantwortung, Familien in dieser schwierigen Zeit nicht im Stich zu lassen!“, unterstrich Rendi-Wagner.

Armutsexperte und Volkshilfe-Geschäftsführer Erich Fenninger betonte: „Die Familien sind durch die Corona-Zeit sehr belastet, armutsbetroffene Familien leiden noch mehr. In unserer Volkshilfe-Umfrage gab mehr als ein Fünftel der Lebensqualität ihrer Kinder ein glattes ‚Nicht Genügend‘. Es braucht strukturelle Maßnahmen, eine ‚Wundheilung‘ und keine Einmalpflaster, damit die Lebensqualität armutsbetroffener Familien wieder steigt und alle Kinder mehr Chancen im Leben haben.“

SPÖ-Familiensprecherin Wimmer forderte eine Kinderbildungsoffensive, „den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung und der elementaren Bildung“. Dafür soll es ein Bundesrahmengesetz für einheitliche Qualitätsstandards geben. Zudem schlägt sie einen Rechtsanspruch auf Verkürzung der Vollzeitarbeitszeit für Kinderbetreuung und Pflege mit finanziellem Ausgleich für zwei Jahre vor, unter der Voraussetzung, dass beide Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren. „Denn nach wie vor leisten Frauen zwei Drittel der unbezahlten Arbeit!“

SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch betonte, dass Arbeitslosigkeit in der Familie meist mit Armut einhergeht. Laut ExpertInnen werde die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter steigen. Der Abgeordnete kritisierte den ÖVP-Vorschlag einer Reduktion des Arbeitslosengelds: „Das ist derartig unsozial und menschlich kalt! Die ersten ZahlerInnen der Krise dürfen nicht die Schwächsten und Ärmsten sein, sondern die ÖVP-Spender, das Kurz-Klientel, sollen einen Beitrag leisten.“ Das Arbeitslosengeld solle auf 70 Prozent des Einkommens erhöht werden. (Schluss) bj/sc

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