SPÖ will über Sommer breiten Diskussionsprozess für freiwillige Arbeitszeitverkürzung und Pilotprojekte starten – Vier-Tage-Woche international Erfolgsmodell

Wien (OTS/SK) Im “Roten Foyer” haben heute, Freitag, SPÖ-Bundesparteivorsitzende, Klubobfrau Dr.in Pamela Rendi-Wagner und SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch auf die Einführung einer freiwilligen, staatlich geförderten Vier-Tage-Woche gedrängt. Diese ist „eine vernünftige beschäftigungssichernde Ausstiegsvariante aus der Kurzarbeit“, sagte Rendi-Wagner, die betonte, dass es zu keinem Anstieg der Arbeitslosigkeit nach Auslaufen der Kurzarbeit kommen dürfe. Für Muchitsch ist „die Neuverteilung der Arbeitszeit die Zukunft“, wobei Rendi-Wagner betonte, dass die Arbeitszeitverkürzung ein „Beschäftigungsmotor“ ist und sich international „als Erfolgsmodell erwiesen hat“. Die SPÖ möchte jetzt auch in Österreich die Rahmenbedingungen schaffen, um die 4-Tage-Woche auszurollen. Rendi-Wagner und Muchitsch kündigten an, im Sommer einen breiten Diskussionsprozess mit den Parlamentsparteien und Interessenvertretungen zur geförderten Vier-Tage-Woche starten zu wollen, um ein Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung zu etablieren. Dies ist auch notwendig, um im internationalen Wettbewerb um Facharbeitskräfte standhalten zu können. ****

Vor einem Jahr hat Rendi-Wagner den Vorschlag für eine freiwillige, staatlich geförderte Vier-Tage-Woche vorgebracht, jetzt will die SPÖ die Umsetzung der Arbeitszeitverkürzung vorantreiben. Dabei liegen die Vorteile für alle Beteiligten klar auf der Hand: „Es ist eine Win-Win-Win-Situation. Für die öffentliche Hand, weil wir Arbeitsplätze sichern und neue schaffen; für krisengebeutelte Betriebe, die unterstützt werden und Produktivitätseffekte haben; und für Beschäftigte, die gesünder, erholter, motivierter und zufriedener sind“, betonte Rendi-Wagner. Durch eine freiwillige Vier-Tage-Woche könne außerdem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert und durch weniger CO2-Austoß das Klima geschützt werden.

„Es ist Zeit, den ersten Schritt zu setzen“, sagt Rendi-Wagner, die auf äußerst erfolgreiche Pilotprojekte in Neuseeland und Island verweist. In Island war der Pilotversuch „so erfolgreich, dass jetzt 86 Prozent der isländischen Beschäftigten entweder schon eine Arbeitszeitverkürzung haben oder die Möglichkeit dazu bekommen“. Österreich dürfe sich diesen internationalen Zukunftsentwicklungen nicht entziehen, „das ist nicht gut fürs Land; für die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt und die Wettbewerbsfähigkeit“, so Rendi-Wagner, die betonte, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, „den ersten Schritt Richtung Vier-Tage-Woche zu gehen“. Rendi-Wagner ist dabei überzeugt: „Auch in Österreich werden Unternehmen, die die geförderte Vier-Tage-Woche einführen, zu den Gewinnern zählen. Dafür wollen wir die Rahmenbedingungen schaffen.“

Auch Muchitsch betonte angesichts der Corona-Krise und der sozialen und wirtschaftlichen Folgen, „im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und im Wettbewerb um Fachkräfte neue Wege gehen und neue Lösungen umsetzen“ zu wollen. „Für uns ist wichtig, dass auch Österreich Anreize schafft, um Unternehmen abzuholen, die der Vier-Tage-Woche jetzt noch kritisch gegenüberstehen.“ Wie Rendi-Wagner betonte auch Muchitsch die Vorteile einer verkürzten Arbeitszeit: „Die internationalen Ergebnisse sind einzigartig: 20 Prozent weniger Arbeitszeit bedeuten 40 Prozent mehr Produktivität“, so der SPÖ-Sozialsprecher, der betonte, dass der Fachkräftemangel für Unternehmen mit kürzeren Arbeitszeiten kein Problem sei, „weil sie besonders attraktiv sind“. Denn Zufriedenheit und Effizienz der Arbeitnehmer*innen würden steigen – „mehr Freizeit, mehr Familie, mehr Beitrag zum Klimaschutz“, hob Muchitsch hervor.

„Ich kann nicht immer nur von Arbeitnehmer*innen verlangen, flexibler zu werden. Auch die Arbeitswelt muss diesen Schritt mitgehen“, sagte Muchitsch, der die Bundesregierung auffordert, nicht wegzuschauen. „Die Politik muss branchenspezifisch über gesetzliche Regelungen die Rahmenbedingungen schaffen, um Kritiker abzuholen und Pilotprojekte für die Vier-Tage-Woche zu starten“, so Muchitsch. (Schluss) ls/bj

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