Internationales Komitee vom Roten Kreuz versorgte in Afghanistan seit 1. August über 4.000 Verwundete

Wien (OTS) Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ruft zum Schutz der Zivilbevölkerung und Krankenhäusern auf und appelliert an die Konfliktparteien, nicht länger Wasser -und Stromversorgung zu zerstören. Die aktuellen Kämpfe in dicht besiedelten Gebieten zerstören die Häuser und damit die Lebensgrundlagen der Menschen und zwingen viele Familien in die Flucht

Angesichts der sich rapide verschlechternden Sicherheits- und humanitäre Lage in ihrem Heimatland ruft das Österreichische Rote Kreuz die Verantwortlichen dazu auf, ihre Haltung zu Abschiebungen in dieses Land zu überdenken.

„Wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eindringlich davor warnt, Menschen nach Afghanistan zurückzuschieben, dann zeigt das sehr deutlich, wie gefährlich es derzeit dort für alle Menschen sein muss. Die aktuellen Aussagen des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes bestätigen diese Einschätzung. Ich kann daher nur dringend dazu aufrufen, bis zur Verbesserung der Sicherheitslage von Rückführungen nach Afghanistan Abstand zu nehmen. Alles andere wäre aus derzeitiger Sicht nicht zu verantworten und würde den humanitären Grundsätzen widersprechen“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Roten Kreuzes.

Allein im Juli hat das IKRK und sein Partner, die Afghanische Rothalbmondgesellschaft (ARCS), landesweit fast 13.000 Patienten mit Verletzungen durch Waffengewalt geholfen, und diese Zahl wird in diesem Monat wahrscheinlich noch steigen, da die Kämpfe in dicht besiedelten Gebieten zunehmen.

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