Nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist das Ausmaß der Schäden noch nicht absehbar. Heute treffen erste Rotkreuzteams ein.

Wien (OTS) Nach dem schweren Erdbeben in Haiti bietet sich den Hilfskräften ein Bild der Verwüstung. Die Opferzahlen müssen weiterhin nach oben korrigiert werden – bis jetzt waren es bereits 1.200 Todesopfer – es gibt aber noch keine abschließende Beurteilung der Lage. Heute noch werden die ersten Rotkreuzteams aus den umliegenden Ländern eintreffen, um das Haitianische Rote Kreuz bei Rettungs- und Sucheinsätzen zu unterstützen.

„Die Hilfsteams des Roten Kreuzes versorgen die Menschen derzeit mit Nahrung, Trinkwasser und leisten Erste Hilfe“, schildert Rotkreuz-Generalsekretär Michael Opriesnig. „Im zweiten Schritt wird es um Notunterkünfte und psychosoziale Unterstützung gehen.“

Das Problem ist nur: Am späten Montag oder frühen Dienstag (Ortszeit) wird die Ankunft eines Tropensturms erwartet. „Leider müssen wir davon ausgehen, dass es zusätzlich zum jetzt schon herrschenden Leid zu Überschwemmungen kommen wird“, sagt Opriesnig. „Das ist eine zusätzliche Bedrohung für die Gesundheit der Menschen, auf die sie sich nicht vorbereiten können. Wir müssen jetzt alles tun, um das Schlimmste zu verhindern.“

Der tropische Sturm „Grace“ wird genau über dem Erdbebengebiet niedergehen. Laut Vorhersagen sind Starkregen, Murenabgänge und lokale Überflutungen zu erwarten. Das wird die Sucharbeiten und die Versorgung der betroffenen Menschen stark beeinträchtigen

Schon „Grace“-Vorgänger „Fred“ hatte am 11. August in der Dominikanischen Republik und in Haiti für Überflutungen gesorgt. Für etwa 400 000 Menschen war der Strom ausgefallen, die Wasserversorgung war unterbrochen.

Wie das Rote Kreuz vor Ort hilft:

  • Unterstützung für Notunterkünfte für 5.000 Menschen und Geld für Reparaturen an beschädigten Häusern für 25.000 Menschen.
  • Finanzielle Unterstützung von 10.000 Menschen, um die nötigsten Güter des Lebens zu beschaffen
  • Medizinische und psychosoziale Unterstützung für 10.000 Menschen
  • Wasserversorgung und Hygieneprodukte für 10.000 Menschen
  • Betreuungszentren für besonders verwundbare Gruppen wie Kinder, Frauen und ältere Menschen (25.000 Menschen)

Das Rote Kreuz bittet um Spenden:

Spendenzweck: Erdbeben Haiti

Erste Bank

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144

BIC: GIBAATWWXXX

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Margit Draxl
Österreichisches Rotes Kreuz
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