Baierbrunn (ots) Was gegen unspezifische Kreuzschmerzen hilft – und warum Untersuchungen wie Röntgen, CT oder MRT bei der Suche nach der Ursache nicht immer sinnvoll sind

Die meisten Menschen haben mindestens einmal im Leben Rückenprobleme. Oft stecken leichte Blockierungen oder Muskelverspannungen dahinter. Aktuell macht sich vor allem das Sitzen im Homeoffice, die ständige Bildschirmarbeit oder fehlende Sport- und Rehakurse bemerkbar. Was man im Falle von Rückenschmerzen unternehmen und gegebenenfalls abklären lassen sollte, erklärt das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”.

Rezeptfreie Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen

Untersuchungen haben gezeigt: So häufig das Volksleiden ist, so harmlos ist häufig dessen Ursache. Die meisten Beschwerden verschwinden nach ein paar Tagen oder Wochen von selbst. Ärztinnen und Ärzte müssen trotzdem genau hinschauen, ob nicht doch etwas Ernstes dahintersteckt. Zum Beispiel, ob es Hinweise gibt, dass ein Wirbel gebrochen oder ein Nerv eingeklemmt ist.

Bei unspezifischen Kreuzschmerzen sollte es zunächst darum gehen, den Teufelskreis aus Schmerz und Schonung zu unterbrechen. Hier kann eine Schmerztablette sinnvoll sein, aber: In Eigenregie sollten Schmerzmitteln nur kurzfristig eingesetzt werden – maximal an drei aufeinanderfolgenden Tagen, und das nicht öfter als dreimal im Monat. Oft sind hier Ibuprofen und Diclofenac erste Wahl, weil sie schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Dabei sind allerdings die Tages-Maximaldosierungen zu beachten – bei Ibuprofen 1.200 Milligramm, also höchstens drei 400-Milligramm-Tabletten am Tag. Von den rezeptfreien Diclofenac-Tabletten mit geringer Dosierung bis 25 Milligramm sollte man ohne ärztliche Rücksprache nicht mehr als zwei einnehmen, so die “Apotheken Umschau”.

Es gibt keine makellose Wirbelsäule

Bei akuten Schmerzen können auch kühlende Schmerzgele mit diesen Wirkstoffen hilfreich sein. Wärme löst Verspannungen, macht allerdings Entzündungen schlimmer. Wärmepflaster oder wärmende Salben empfehlen Apothekerinnen und Apotheker daher nur, wenn der Schmerz im muskulären Bereich liegt. Und wenn die Rückenschmerzen nicht besser werden? Dann sollte man schnellstmöglich eine Arztpraxis aufsuchen, damit die Ursache geklärt wird.

Bei der ärztlichen Untersuchung sind allerdings bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) nicht immer sinnvoll – zum einen sind sie teuer, zum anderen ist die Strahlenbelastung hoch. Was noch dagegen spricht: Es gibt keine makellose Wirbelsäule. Das heißt: Bei einem Röntgenbild oder einer MRT findet man bei fast jedem Menschen irgendwelche Veränderungen. Das Wissen um einen Befund kann jedoch bei Patienten dazu führen, dass sie sich unnötigerweise schonen – und damit das Risiko für chronische Beschwerden erhöhen. Auch eine Operation an der Wirbelsäule ist aus Sicht von Experten nur in den seltensten Fällen angeraten.

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