Krisenpflegeeltern sprechen von Geringschätzung ihrer Arbeit

Wien (OTS/SK) Anlässlich des heute tagenden Familienausschusses, bei dem eine vermeintliche Reparatur des Anspruches auf Kinderbetreuungsgeld für Krisenpflegeeltern auf der Tagesordnung steht, schlägt SPÖ-Familiensprecherin Birgit Sandler erneut Alarm:
„Die vorliegende Regelung ist unmenschlich und fern jeder Realität. Außerdem ist sie ein Schlag ins Gesicht der engagierten und couragierten Krisenpflegeeltern in ganz Österreich“. Diese Regelung zeige die Geisteshaltung dieser Bundesregierung. „In Österreich gibt es zirka 200 Krisenpflegeeltern, in Wien rund 50. Eine kleine Zahl, die Großes leistet und von der Familienministerin im Stich gelassen wird“, so Sandler. Die Regelung sieht vor, dass Krisenpflegeeltern erst ab dem 91. Tag, beziehungsweise nach 13 Wochen der Betreuung eines Kindes, welches in Not geraten ist, Kinderbetreuungsgeld erhalten. „Dieser Zeitrahmen ist perfid, weil er de facto die Krisenpflegeeltern vom Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld ausschließt“, so Sandler. Denn Krisenpflegeeltern springen, wie der Name schon sagt, in einer Krise ein und betreuen die Kinder durchschnittlich sechs bis acht Wochen. ****

In einem von rund 50 Kriseneltern unterzeichneten Brief, den die SPÖ-Familiensprecherin heute erhalten hat, sprechen Betroffene von einer „Geringschätzung ihrer Arbeit und einem Ausschluss von Krisenpflegeeltern vom Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld“. Empörung herrsche über die Aussagen von ÖVP-Abgeordneten, die von einer „fairen und gleichen Behandlung“ sprechen. „Das Gegenteil ist der Fall. Es wird eine eklatante Ungleichbehandlung und Geringschätzung festgeschrieben“, so Sandler.

Außerdem sei die Behauptung, die Krisenpflegeeltern haben durch die Regelung nun endlich Anspruch auf die Familienbeihilfe falsch:
„Krisenpflegeeltern haben so wie ‚normale‘ Pflegeeltern immer Anspruch auf Familienbeihilfe. Es gibt keinen rechtlichen Unterschied zwischen ihnen“, so Sandler.

Die SPÖ-Familiensprecherin zeigt sich empört, dass mit dem gestrigen von den Regierungsparteien beschlossenen Ökostromgesetz Millionen Fördergeld der ÖVP-Klientel „zugestanden wird“ und gleichzeitig den Krisenpflegeeltern, die im Dienste der österreichischen Kinder- und Jugendhilfe rund um die Uhr im Einsatz für das Wohl der Kinder sind, notwendiges Geld für die Bewältigung des Alltags, weggenommen wird. „Es ist beschämend“, so Sandler abschließend. (Schluss) mr/rm/mp

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