Wien, Brüssel (OTS) „Ich freue mich sehr über die Zusage von Bundesministerin Elisabeth Köstinger in der ORF-Sendung Konkret vom 9.11.2020, meine Initiative zum Schutz der Puten in der EU zu unterstützen, und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, so die Grüne EU-Abgeordnete Sarah Wiener.

Hintergrund des ORF-Berichts ist Sarah Wieners Initiative, mit der sie für EU-weite Mindeststandards in der Putenhaltung kämpft. Die Pute ist nach Huhn und Schwein das am dritthäufigsten landwirtschaftlich genutzte Tier und allein im vergangenen Jahr wurden EU-weit 190 Millionen Truthühner geschlachtet. Trotzdem fehlen rechtlich verbindliche Haltungsvorgaben. „Es braucht also eine EU-Richtlinie, die Mindeststandards in der Putenhaltung klar festlegt. Diese müssen sich am Stand der Wissenschaft orientieren und dürfen jedenfalls die österreichischen Mindeststandards nicht unterschreiten“, sagt die EU-Abgeordnete. Österreich hat die EU-weit höchsten gesetzlichen Mindeststandards für die Putenhaltung.

„Im Sommer habe ich einige österreichische Puten-Bäuerinnen und -Bauern besucht, war im EU-Ausland in Putenmästereien und konnte zahlreiche Gespräche mit Expertinnen und Experten der österreichischen Geflügelbranche führen. Es besteht hier große Einigkeit über den Handlungsbedarf auf EU-Ebene“, so Wiener, die nun auf baldige Aktivitäten von Ministerin Köstinger in Zusammenarbeit mit Tierschutzminister Anschober im EU-Rat hofft.

Sarah Wiener begrüßt auch die Aussage der Bundesministerin, sich für Verbesserungen in der öffentlichen Beschaffung einsetzen zu wollen. Derzeit wird mit öffentlichen Mitteln fast ausschließlich das billigste Putenfleisch aus der schlechtesten Haltung beschafft. Da Ausschreibungen nicht national diskriminierend sein dürfen, ist eine Tierwohlkennzeichnung ein wichtiges Element für Verbesserungen in diesem Bereich: Eine bestimmte Herkunft kann in der Ausschreibung nicht gefordert werden, wohl aber eine bestimmte (Tierwohl-)Qualität.

„Auch in der Gemeinschaftsverpflegung (Gastronomie, Krankenhäuser etc.) braucht es eine ganz klare Herkunfts- und Haltungskennzeichnung“, fordert Wiener und setzt fort: „Wir alle haben das Recht zu wissen, was auf unseren Tellern landet.“

Zusammenfassend sagt Sarah Wiener: „Von EU-Mindeststandards für die Putenhaltung würden nicht nur die Tiere profitieren, sondern auch heimische Bäuerinnen und Bauern durch mehr Wettbewerbsgleichheit sowie Konsumentinnen und Konsumenten durch eine bessere Qualität. Ich werde mich in den kommenden Monaten intensiv dafür einsetzen und bin zuversichtlich, viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen.“

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Mag. Sarah Rogaunig, MSc
Pressesprecherin Sarah Wiener, MEP
sarahmartina.rogaunig@la.europarl.europa.eu

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