Kinder, PädagogInnen und Eltern werden von Bundesregierung allein gelassen

St. Pölten (OTS) Nicht nur eine Gesundheitskrise erschüttert derzeit Österreich. Schwarz-Grün habe – durch chaotische und wirre „Auf- und Zu“-Politik – auch das Auswachsen auf eine veritable Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise begünstigt, beschreiben LHStv. Franz Schnabl, Nationalrätin Petra Vorderwinkler und LAbg. Elvira Schmidt die Situation im Land: „Im Schatten dieser katastrophalen Performance liefern ÖVP und Grüne auch im Bildungsbereich Woche für Woche ein chaotisches Bild, das unseren Kindern wertvolle Zeit der Bildung und sozialen Entwicklung nimmt und diese emotional schwer mitnimmt. Auch die Eltern finden sich in einer schwierigen Situation wieder, die sie mit der Betreuung und Ausbildung ihrer Kinder, während des eigenen Arbeitsalltags allein lässt. Die PädagogInnen geben in dieser schweren Zeit alles, um bestmöglich für die Kinder und Jugendlichen ansprechbar zu sein und haben in Eigenregie viel zum Gelingen des Distance Learnings beigetragen. Vieles, bei dem sie von der Bundespolitik im Stich gelassen wurden.“

Bildungsminister Faßmann schlittert von einer katastrophalen Entscheidung in die nächste. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wird das Distance-Learning bis 16.4. verlängert. Gleichzeitig sollen die Abschlussklassen im Schichtbetrieb unterrichtet werden. „Die gleichzeitige Belastung des Distance-Learnings und des Schichtbetriebs für Abschlussklassen ist für die LehrerInnenschaft nicht zumutbar. Mit dieser viel zu kurzfristigen und unüberlegten Entscheidung werden die Schulen vor ein unlösbares Problem gestellt. Die SchulleiterInnen und LehrerInnen befinden sich bereits am Rande ihrer Kräfte und Ressourcen“, ist Nationalrätin Vorderwinkler entsetzt über die Realitätsferne von Schwarz-Grün.

Um die LehrerInnenschaft und die Eltern in Bezug auf ihre Jobsituation zu entlasten fordern Schnabl, Vorderwinkler und Schmidt Sonderbetreuungszeit, die auch beim Distance-Learning in Kraft treten muss und Präsenzunterricht für die gesamte Abschlussklasse für die ganze Woche. Der Schichtbetrieb in den Abschlussklassen muss einem Präsenzunterricht – fünf Tage in dieser Woche – weichen.

„Bundesminister Faßmann lässt die PädagogInnen hartnäckig im Stich und sorgt nicht für klare, rechtzeitige Kommunikation in die Direktionen. Die Kommunikation hat sich seit einem Jahr nicht verbessert, denn die Schulen erhalten die Erstinformation, wie es weitergeht, immer noch aus den Medien. Diese letzte Entscheidung ist ein Vorzeige-Beispiel für den andauernden türkisen Zick-Zack-Kurs in dem wir uns befinden und dass Theorie und Praxis oftmals weit auseinander klaffen. Die Leidtragenden sind SchulleiterInnen, LehrerInnen, Eltern und die Kinder“, beschreibt LAbg. Schmidt, selbst Direktorin, den Unmut der SchulleiterInnen und des Lehrpersonals.

LHStv. Schnabl abschließend: „Diese von Schwarz-Grün heraufbeschworene Bildungs-Krise ist insgesamt ein Spiegelbild des bislang desaströsen Krisenmanagements durch die Bundesregierung. LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern immer bis wenige Stunden vor Inkrafttreten von Neuerungen im Schulbetrieb im Dunkeln tappen zu lassen, ist dem funktionierenden Bildungsbetrieb nicht förderlich. Die schwarz-grünen MinisterInnen müssen endlich die Ärmel hochkrempeln, Verantwortung übernehmen und einen Plan – mit konkreten Schritten aus der Krise – auf den Tisch legen. Nicht nur, dass dieser seit einem Jahr überfällig ist. Nein, man hat sich auch noch nicht überlegt, wie man nach der Krise die Bildung, die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt erfolgreich herausstarten kann. Das Fehlen dieses Plans kostet Österreich Milliarden und zehntausenden ÖsterreicherInnen, die ihre Arbeit verloren haben, die Perspektive. Unser Ziel sind 80.000 neue Jobs für Niederösterreich, um jedem Niederösterreicher und jeder Niederösterreicherin das Recht auf Arbeit zu garantieren.“

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