Landesrechnungshof-Konzept vergisst auf jene, die es am besten wissen sollten:

Oberösterreich (OTS) Durchaus brisant liest sich das druckfrische Schulstandortkonzept des Landesrechnungshofs Oberösterreich. Dabei wird einmal mehr offensichtlich: Pädagogen finden im 44 Seiten starken Papier so gut wie keine Erwähnung, dabei müsste gerade hier der Fokus liegen. Die vom Staat vorgegebenen Rahmenbedingungen ermöglichen es kaum noch, dass die Lehrer dem gesetzlichen Bildungsauftrag nachkommen und Kinder entsprechend dabei begleiten. MFG Oberösterreich fordert eine Rückbesinnung auf das Wesentliche.

Jede Menge Theorie und endlose Elegien finden sich im aktuellen Bericht des Landesrechnungshofes (LRH) zum Thema Schulstandortkonzepte. Mit kaum einem Wort widmet sich der Bericht jedoch um den Kern der Sache: die Lehrer und Pädagogen. Der Landesrechnungshof zeigt damit wieder einmal auf, dass es immer nur um konzeptionelle Dinge und Theorie geht, nicht aber um das Wesentliche. Unser Bildungssystem wird ständig mit neuen Konzepten und theoretischen Vorgaben in einen Dauerbeschäftigungsmodus versetzt, statt sich um seine Kernaufgaben zu kümmern. Dieses Problem besteht nicht nur im Bildungssystem sondern in vielen anderen Bereichen auch – etwa bei Ärzten oder Polizisten, die in Bürokratie, Listenschreiben und dem Befolgen theoretischer Arbeitskonzepte ersticken. „Entfesselt die Lehrerschaft und lasst sie endlich das tun, wofür sie eigentlich da ist!“, fordert MFG-Klubobmann Manuel Krautgartner endlich eine Rückbesinnung auf die Pädagogen als Herzstück unseres Bildungssystems – und liefert gleich einige Beispiele:

So soll laut LRH auf Gemeindeebene künftig der Bürgermeister entscheiden, ob ein Schulstandort beim Unterschreiten einer gewissen Größe geschlossen bzw. zusammengelegt wird oder nicht. Für MFG ein absolutes Unding: „Das zeigt einmal mehr den völlig überzogenen Einfluss der Politik auf das Bildungssystem. Ganz abgesehen davon kann ein Gemeindeoberhaupt so eine schwerwiegende Entscheidung nicht objektiv treffen, weil es in den jeweiligen Orten so gut wie keine betroffene Familie geben wird, die so eine Entscheidung gutheißen würde“, sagt Landtagsabgeordnete Dagmar Häusler: „Die Standortentwickung hat nichts in den Händen von Bürgermeistern verloren, sie muss komplett entpolitisiert werden. Und wenn überhaupt, muss die zuständige Landesrätin Haberlander solche Dinge auf ihre Kappe nehmen und sich nicht feige wegducken. Wenn schon, dann ist sie es, die solchen Entscheidungen treffen und auch den Kopf hinhalten muss.“

Auch fehlt bis heute ein Konzept für die Wertschätzung der Lehrerschaft. In der Coronazeit musste man sich extrem umstellen, viele Lehrabläufe wurden digitalisiert, Zeit und oft auch privates Geld wurden investiert. Eine richtige Anerkennung seitens der Politik – wie immer diese auch aussehen mag – gab es bis heute nicht.

Ein weiterer negativer Knackpunkt: Einmal mehr wird im LRH-Bericht gefordert, Problemkinder richtigerweise ganz besonders zu unterstützen. Im Gegenzug wird erneut kein Wort über eine spezielle Förderung von (hoch)begabten Kindern verloren, dabei wären auch hier entsprechende Maßnahmen dringend nötig. MFG-Landesparteiobmann Joachim Aigner: „Man kann hier nicht nur in eine Richtung fördern. Das sind die Entscheider und Gestalter von morgen. Jede Investition in diesem Bereich kommt doppelt und dreifach zurück.“

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