Männern mit mehreren Geschlechtspartnern ist die Impfung zu empfehlen

Wien (OTS) Bisher war der Impfstoff gegen Affenpocken am Markt kaum zu bekommen, ein gesamteuropäischer Kauf war am Weltmarkt nur schwer zu realisieren. „Doch jetzt gibt es einen Gamechanger“, zeigt sich Marco Schreuder, Bundesrat der Grünen und Aktivist der Grünen Andersrum (der LGBTIQ-Teilorganisation der Grünen), optimistischer: „Denn durch die Empfehlung, dass ein Fünftel der herkömmlichen Dosis reicht, gibt es jetzt fast fünfmal so viel Impfstoff und daher auch die Möglichkeit, sich vorbeugend zu schützen.“

Schreuder hofft auf baldige Impfmöglichkeiten für bisexuelle und schwule Männer, denn diese haben bisher am meisten durch das vermehrte Aufkommen von Affenpockeninfektionen zu leiden. „Zuständig dafür sind die Bundesländer. Ich hoffe, dass sich Männer, die häufig Sex mit Männer haben, bald in allen Bundesländern impfen lassen können. Ich empfehle allen sexuell aktiven Männern der LGBTIQ-Community – speziell jenen mit mehreren Geschlechtspartnern – dies auch zu tun und sich genau zu informieren.“ Schreuder ergänzt: „Bis zur Impfung schenkt euren Körpern Aufmerksamkeit, informiert euch auf der Webseite des Gesundheitsministeriums oder bei euren Aids Hilfen in den Bundesländern und vermeidet körperliche Kontakte bei Auftreten von Symptomen.“

Zugleich warnt Schreuder vor Stigmatisierungen, an die er sich persönlich noch aus Zeiten der Aids-Krise in den Achtziger- und Neunziger-Jahren erinnern kann: „Männer, die Spaß mit Männern haben, sind für die Affenpocken nicht verantwortlich zu machen. Bekommen kann es jede und jeder durch engen Körperkontakt. Es ist nur diese eine Gruppe, die bislang am schwersten betroffen ist, und deshalb hat diese Gruppe auch jeden Support verdient.“

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