Anlass: Wolfgang Pleier von der Abteilung Tierzucht hat die Pöttelsdorfer Schweinemäster überredet, die Schenkung der Schweine an den VGT wieder zurück zu nehmen

Wien (OTS) Vollspaltenboden oder Stroh für Schweine heißt die Frage, die momentan die Gesellschaft in Österreich bewegt. Die Burgenländische Landwirtschaftskammer hat sich eindeutig positioniert: Vollspaltenboden. Sonst hätte sich nicht einer ihrer Funktionäre aus der Abteilung Tierzucht, Wolfgang Pleier, in die Frage der Zukunft der beiden befreiten Schweine aus der Pöttelsdorfer Schweinemast eingemischt. Vollspaltenboden sollte es für das Schweine-Geschwisterpaar sein, die Freude am Stroh wäre nur von kurzer Dauer gewesen, wenn es nach dem Willen der Landwirtschaftskammer gegangen wäre. Zum Glück wurden die Schweine befreit.

Gegen diese unbeirrbare Betonkopfmentalität der Burgenländischen Landwirtschaftskammer protestierte heute der VGT von 7-9 Uhr vor dem Kammerbüro in Eisenstadt. Faktum ist, dass die große Mehrheit der Menschen Stroh für Schweine will. Und im Burgenland hat die Landesregierung bereits im Jänner 2020 beschlossen, nur mehr Neubauten von Schweinebetrieben mit Stroh und ohne Vollspaltenboden zuzulassen. Es wäre gut, wenn die Landwirtschaftskammer die Zeichen der Zeit erkennt und beim Ausstieg aus der Haltung auf Vollspaltenboden mitwirkt.

VGT-Obmann Martin Balluch war heute früh in Eisenstadt dabei: „Die Frage, ob der Vollspaltenboden verboten werden muss, ist doch längst entschieden. Heute geht es nur noch darum, wie lange die Übergangsfrist ist, und ob Stroheinstreu verpflichtend vorgeschrieben wird. Klar ist, dass Stroh für die Schweine wahnsinnig wichtig ist, in mehrfacher Hinsicht, von der weichen Unterlage über die Wühlmöglichkeit bis zum Material zum Kauen. Ein Verbot des Vollspaltenbodens ohne Stroheinstreu wäre keine langfristige Lösung. Das hat sicher auch die Landwirtschaftskammer erkannt. Deshalb sollte sie aufhören, Schweinebetrieben zu suggerieren, dass der Vollspaltenboden erlaubt bleiben wird und sie stattdessen dazu bringen, möglichst rasch umzubauen!“

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