Wien (OTS) Ende Juli ereignete sich in Wien ein s.g. „Bankermittlerbetrug“ zum Nachteil einer 86-jährigen Pensionistin mit hoher Schadenssumme. Ein unbekannter Täter hatte am 24.07.2017 die Frau telefonisch kontaktiert und sich als Kriminalpolizist ausgegeben. Die Polizei benötige, so der Täter bei mehreren Telefonaten, die Mithilfe der Frau bei Ermittlungen gegen ein Bankinstitut. Nachdem das Vertrauen des Opfers erschlichen worden war, wurde die Frau aufgefordert, mehrere zehntausend Euro von der Bank zu beheben – es solle sich um Falschgeld handeln. Ein unbekannter Komplize holte schließlich am 28.07.2017 das Bargeld bei der Frau ab und verschwand.

Besonderheiten:
Die Betrüger betonten vehement am Telefon, dass die Frau niemandem von den vermeintlichen Ermittlungen erzählen dürfe. Darüber hinaus wurde für die Übergabe des Bargeldes ein Losungswort (Geburtsjahr des Opfers) ausgemacht. Der Mann hatte laut Opferangaben gut deutsch gesprochen, mit einem leichten ausländischen Akzent.

Informationen zum Modus „Bankermittlerbetrug“:
Die Täter rufen potentielle Opfer über eine nicht nachvollziehbare Internetverbindung an. Diese Telefonnummer, die am Display erscheint, ist manipuliert und zeigt beispielsweise die Nummer +43 133 133 oder eine ähnliche mit Polizeibezug. Die angeblichen Polizisten bauen geschickt falsches Vertrauen auf und erklären überzeugend, dass sie Ermittlungen gegen Bankmitarbeiter durchführen. In weiterer Folge bringen sie die Opfer dazu, ihre Ersparnisse abzuheben und einem „Beamten“ zur Sicherstellung zu übergeben.

Tipps des Bundeskriminalamtes zur Vermeidung dieser Betrugsfalle:
• Informieren Sie Verwandte und Bekannte (vor allem ältere Personen) vor dieser Betrugsform.
• Seien Sie bei Bankgeschäften und Bankomatabhebungen besonders aufmerksam, ob Sie beobachtet werden. Im Zweifelsfall brechen Sie die Bankomatbehebung ab und rufen die Polizei unter 133.
• Hinterlassen Sie bei Bankgeschäften keine Dokumente mit sensiblen Informationen (z.B. Kontoauszug). Entsorgen Sie diese so, dass sie für Dritte nicht greifbar sind.
• Lassen Sie sich auf keinen Fall von unbekannten Personen zu Geldbehebungen verleiten.
• Brechen Sie verdächtige Telefonanrufe ab und kontaktieren Sie die Polizei.

Weitere Informationen und Präventionstipps zu diesem und anderen Delikten unter www.bundeskriminalamt.at

Rückfragen & Kontakt:

Landespolizeidirektion Wien – Büro Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher Paul EIDENBERGER
+43 1 31310 72114
lpd-w-ref-pressestelle@polizei.gv.at



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