Der Außenminister gratuliert dem Kosovo und betont die Bedeutung des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina

Wien (OTS) „Ich freue mich, dass die International Telecommunications Union (ITU) heute einen für den Kosovo so bedeutenden Schritt setzte. Durch die Zuerkennung einer eigenen Landesvorwahl wird Telefonieren für alle Einwohner des Kosovo einfacher und vor allem auch billiger“, meinte Außenminister Kurz in einer ersten Reaktion.

Er erinnerte daran, dass Österreich bereits am 1. Jänner 2016 im Auftrag von Serbien und Kosovo bei der ITU um Zuteilung einer dreistelligen Vorwahl für den Kosovo ersucht hatte. Dies war Teil des Telekom-Abkommens im Rahmen des von der EU vermittelten Dialogs zwischen Belgrad und Pristina. Am 15. Dezember teilte die ITU dem Kosovo nun offiziell die Vorwahl +383 zu. Es wird allerdings aufgrund der notwendigen technischen Umsetzung dieser Entscheidung noch etwas dauern, bis diese Vorwahl die bisher existierenden ersetzen wird.

Minister Kurz betonte die Bedeutung dieses Abkommens auch für die serbische Minderheit im Kosovo. Denn als Teil dieses Abkommens wird das neu gegründete Unternehmen MTS d.o.o als Tochtergesellschaft der serbischen Telekom eine kosovarische Festnetzlizenz und eine Mobiltelefonie-Autorisierung bekommen.

Im weiteren Kontext unterstrich Kurz, dass der Dialog für Belgrad und Pristina nicht nur für ihre jeweiligen europäischen Aspirationen wichtig sei, sondern auch ganz konkrete Erleichterungen für die Einwohner des Kosovo aller Ethnizitäten bringe. „Es liegt nun an beiden Seiten, die Vorteile des Dialogs auch klar öffentlich zu kommunizieren, denn dieser ist alles andere als ein Null-Summen-Spiel. Beide Seiten profitieren – und was das wichtigste ist: Die Bevölkerung des Kosovo, egal welcher Ethnizität, verdient es, dass sich die Politiker trotz aller Differenzen für ihr Wohl einsetzen.“

„Ich rufe beide Seiten dazu auf, nun entschlossen auch die Umsetzung jener Abkommen anzugehen, die noch nicht umgesetzt worden sind“, meinte Kurz abschließend und verwies hier insbesondere auf den Verband mehrheitlich serbischer Gemeinden im Kosovo und das Energie-Abkommen.

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