Seilbahnvertreter zeigen sich entsetzt von Aussagen des Salzburger Landesumweltanwalts Wolfgang Wiener

Innsbruck (OTS) Die Spitzenvertreter der österreichischen Seilbahnen, Franz Hörl und Hannes Parth, werden die heutigen Aussagen des Salzburger Landesumweltanwalts Wolfgang Wiener und der Alpenvereinsfunktionärin Liliana Dagostin nicht ohne Konsequenzen hinnehmen. So hatte Wiener in einem Interview das Gerücht in die Welt gesetzt, dass in Westösterreich Projekte zur Kühlung von Skipisten gestartet worden seien. „Diesen Unwahrheiten im Namen des Umweltschutzes werden wir entschieden entgegentreten. Ein solches Projekt existiert schlichtweg nicht, daher werden wir auch über weitere rechtliche Schritte beraten“, so Hörl. Die Auseinandersetzung sei auf sachlicher Ebene zu führen. „In der Frage der technischen Beschneiung scheinen dem Umweltschutz die Argumente auszugehen. Anders ist die aktuelle Vorgangsweise nicht erklärbar“, so Hannes Parth, Geschäftsführer der Silvretta-Seibahnen. Man fordere in diesem Zusammenhang auch die Salzburger Landesregierung auf, ihren Umweltanwalt in seiner „auf Unwahrheiten basierenden Angriffigkeit“ einzubremsen.

In Richtung Alpenverein und Landesumweltanwalt Wiener betonen Hörl und Parth, dass man nun rasch auf den Boden der Realität zurückkehren müsse. „Ich darf in diesem Zusammenhang nur nochmals daran erinnern, dass alle österreichischen Skigebiete samt Beschneiung weniger Strom verbrauchen als ein mittelständisches heimisches Industrieunternehmen. Und daran, dass ein Karibik-Flug für 180 Menschen gleich viel Energie verbraucht wie der Betrieb von 97.000 Skitagen“, betont Parth. Zudem steht man unverändert zum österreichischen Schnee-Reinheitsgebot, das jegliche chemische Zusätze bei der Beschneiung ausschließt, und verweist darauf, dass in Österreich 85 Prozent der für die Beschneiung verwendeten Energie erneuerbar sind. „Das Thema Beschneiung regt Umweltschützer scheinbar noch immer zu überbordender Fantasie und zur Mythenbildung an. Doch ab einem gewissen Punkt muss damit Schluss sein“, so Hörl und Parth.

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Franz Hörl
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Hannes Parth
Silvrettaseilbahn AG
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