Alles gelöscht, Bürger:innen gesperrt: nach Wanderung „mit dem Volk“ 45 kritische Kommentare zum Vollspaltenboden auf Facebook, kein einzig Positiver

Wien (OTS) So hat sich das der ÖVP-Spitzenkandidat Thomas Stelzer, Landeshauptmann ohne je gewählt worden zu sein, nicht vorgestellt. Da wandert er „mit dem Volk“ und wird dann ständig zur Schweinehaltung auf Vollspaltenboden befragt. Bei der Wanderung ließ er sich noch von Funktionär:innen der Jungen ÖVP abschirmen, auf Facebook konnten die Tierschützer:innen ihre Fragen stellen. Es kam zum regelrechten Shitstorm. Und dann trat ein, was bei der ÖVP scheinbar der Normalzustand ist, wenn es um Tierschutz geht: die Kommentare wurden gelöscht, die User:innen gesperrt, keine einzige Antwort gegeben. Dass die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden nicht zu rechtfertigen ist, war zwar schon vorher klar, doch von einer Volkspartei erwartet man sich schon mehr Interaktion mit dem Volk, wenn es berechtigte Fragen gibt. Die ÖVP-Landwirtschaftsministerin, deren jahrelange Flucht vor Tierschützer:innen bereits legendär ist – heute hält sie wohlweislich ihre öffentlichen Auftritte lieber geheim und gibt sie nur an genehme Journalist:innen weiter – dient hier wohl als Beispiel. Soll das reife und verantwortungsvolle Politik sein, der neue Stil von Kanzler Kurz?

Screenshots einiger gelöschter Kommentare

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Vor Ort bei der ÖVP-Wahlveranstaltung hat mir ein Schweinefabriksbetreiber erklärt, dass Stroh piekst, wenn man sich drauf legt. Deshalb seien Betonspalten mit Kotgeruch besser. Und die ÖVP-Jungbauernschaft aus OÖ weiß sogar, dass 95 % der Schweine Beton einer Strohunterlage vorziehen. Eine lächerliche Aussage, untermauert nur mit dem Faktum, dass Schweine bei großer Hitze eine kühle und feuchte Unterlage suchen, und sei sie hart. Mein Hund legt sich bei großer Hitze auch eher auf Steinboden, als auf eine Matratze. Soll das beweisen, dass Hunde keine weiche Unterlage zum Schlafen brauchen? Jeder Mensch mit ein bisschen Verstand weiß genau, dass dem nicht so ist. Hunde und Schweine brauchen eine weiche Unterlage, und wenn es heiß ist, eine Abkühlung, und wenn alle Stricke reißen, dann die Auswahl, auf welchen Untergrund sie sich legen wollen. Ich schlage der Jungbauernschaft vor, einmal selbst den Vollspaltenboden auszuprobieren. Und wenn sie meinen, die Schweine seien ja bloß ‚Viecha‘, und die wären nun mal anders, dann einfach die Türen der Tierfabriken öffnen. Schauen wir, ob die Schweine hinaus gehen, oder in den steinharten, stinkenden, zugekackten Löchern bleiben. Ich kann ihnen die Antwort geben: kein Schwein bleibt auf dem Vollspaltenboden, wenn es die Auswahl hat! Kein einziges!“

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