SPÖ-EU-Abgeordneter bringt Entschließungsantrag ein, um Rückstände von Arzneimitteln in Böden und Gewässern zu verringern und Resistenzen zu verhindern

St. Pölten (OTS) „30.000 Menschen sterben jedes Jahr in der EU, weil sie nicht mehr auf Antibiotika reagieren“, betont SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl die dramatischen Folgen des sorglosen Umgangs mit Arzneimitteln. Statistische Daten zeigen nicht nur, dass entsprechende Arzneimittel zu häufig verschrieben werden, sondern auch eine ansteigende Konzentration der Arzneimittel in den Böden und Gewässern. „Wir müssen endlich begreifen, dass alles was wir in die Umwelt einbringen, sich letzten Endes auch in unserem Körper wiederfindet“, so Sidl, der heute im EU-Parlament einen Entschließungsantrag für einen strategischen Umgang mit Arzneimitteln in der Umwelt zur Abstimmung einbringt.

Mit dem Antrag fordert der Umweltausschuss einen nachhaltigeren Umgang mit Arzneimitteln – angefangen bei der Herstellung. „Hier muss endlich das Verursacherprinzip gelten. Wer Arzneimittel herstellt muss auch stärker sicherstellen, dass es zu keinen Umweltbelastungen kommt“, erklärt Sidl die weitreichenden Forderungen des Umweltausschusses, die neben stärkeren Kontrollen auch eine bessere Bewusstseinsbildung vorsehen: „Es muss allen klar sein, dass der umsichtige Einsatz von Medikamenten Resistenzen verhindern kann. Gleichzeitig braucht es auch ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass falsch entsorgte Arzneimittel über die Umwelt wieder zu uns zurückkommen. Der vorliegende Antrag ist hier ein positiver Beitrag um den Druck auf die Kommission und die Mitgliedsstaaten für weitere Maßnahmen zu erhöhen.“

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