Die Wiener Parkraumbewirtschaftung ist ein Erfolgsmodell seit 1959.

Wien (OTS) In der Wiener Budgetdebatte skizzierte SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr heute die städtischen Maßnahmen zu Verkehrssicherheit und Parkraumbewirtschaftung. So wird die MA46 ihren Schwerpunkt auf das Thema Sicherheit und die Sanierung von Unfallhäufungsstellen legen. In den nächsten zwei Jahren sind Maßnahmen an 225 Kreuzungen geplant.

Wie der Verkehrsclub Österreich erhob, liegt Wien in den vergangenen fünf Jahren EU-weit auf dem zweiten Platz, was die Verkehrssicherheit gemessen an den Einwohnern betrifft. „Leider sieht es bei den Verkehrstoten nicht gut aus“, bedauert Lindenmayr die bis Dezember 18 tödlich Verunglückten – zum größten Teil Fußgänger auf dem Zebrastreifen. 2015 war Wien noch bei 15 Verkehrstoten gelegen. Hier appelliert der SP-Abgeordnete an die LKW-Firmen, bei technischen Maßnahmen wie Signalen, Kameras oder Assistenzsystemen mit gutem Beispiel voranzugehen. Längerfristig seien aber Vorschriften wünschenswert. Eine Absage erteilt Lindenmayr einer zusätzlichen Förderung von E-Autos: „Zur Verkehrsvermeidung ist das nicht sinnvoll. Auch Elektroautos verstärken den Fließverkehr und verbrauchen Platz.“

Technische Innovationen bringen Lebensqualität =

Die MA33 wird die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED 2017 weiter vorantreiben, ebenso eine wienweite Lade-Infrastruktur für E-Mobility einschließlich E-Bikes. „Derzeit sind die technischen Voraussetzungen noch unterschiedlich. Wien muss hier die Norm vorgeben“, fordert Lindenmayr. Zudem arbeitet die MA33 an einem EDV-gestützten Parkmanagement-System. Dieses „Smart Metering“ erkennt die Parkplatzsituation im öffentlichen Raum und zeigt FahrerInnen den nächsten freien Stellplatz an. „Das spart Zeit, Nerven und Schadstoff“, so Lindenmayr – das wirke sich auch auf die Lebensqualität aus. „Ich weiß, dass sich die Opposition bei der Mercer-Studie schon verkrampft. Erwähnenswert ist es trotzdem. Denn es werden über 200 Städte abgefragt, und gute Werte bei Verkehr und Mobilität nutzen auch den WienerInnen. Zudem liegt Wien auf Platz 3 beim Innovation City Index und auf Platz 2 beim Global Livability Ranking“, zählt Lindenmayr auf.

Abschließend richtet der SP-Gemeinderat einige Worte an die NEOS, die ein Gesamtkonzept gefordert hatten: „Sie sind noch nicht so lange hier – daher können Sie nicht wissen, dass das Wiener Parkraumkonzept beginnend mit 1959 eine Erfolgsgeschichte ist.“ So gab es 1975 zum ersten Mal gebührenpflichtige Zonen als Verkehrslenkungsmaßnahme, um Geschäftsstraßen zu unterstützen. „Das System wurde nicht zufällig zusammengestellt“, erklärt Lindenmayr. „Es wird laufend evaluiert und hat über die Zeit deutliche Verbesserungen mit sich gebracht. Daher ist die Parkraumbewirtschaftung eine Erfolgsgeschichte, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanke.“

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