Jeremy Corbyn muss Vorbild sein: er schreckte vor mutigen Forderungen nicht zurück, begeistert die Jugend und holte 20% auf!

Wien (OTS) „Klare Positionen, zu denen man steht, bringen Erfolg. Corbyn holte so aus einer scheinbar aussichtslosen Lage 20% auf und liegt in aktuellen Umfragen bereits vorn“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und Katharina Embacher, Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Student_innen, vor dem heutigen SPÖ-Bundesparteirat. „Corbyn politisierte, organisierte und mobilisierte hunderttausende, vor allem junge Menschen. Er hat mit linken Forderungen für Begeisterung gesorgt. Das kann die SPÖ auch!“, sind sich die Vorsitzenden sicher und halten den Rückstand in Umfragen für aufholbar: „Aber nur wenn die SPÖ endlich einen klaren und linken Kurs fährt!“

„Seit Jahren vertritt Corbyn seine Positionen standhaft und hat so ein starkes und glaubwürdiges Profil. Das wissen die Menschen zu schätzen!“, sind sich Herr und Embacher sicher. „Er kämpfte entschlossen für anfangs unpopuläre Ideen und konnte so Menschen überzeugen. Mehrheiten für die eigenen Positionen werden nicht gefunden, sondern errungen“, ziehen sie Schlüsse aus Corbyns Kurs. Ein inhaltlich dichtes Wahlprogramm vorzulegen, ist für sie ein wichtiger Schritt, doch fordern sie mehr Mut zu einem linken Kurs mit Ecken und Kanten.

„Die Reichen werden immer Reicher, die Armen immer Ärmer. Das wissen die Menschen und sind zurecht darüber erbost. Das ist eine Steilvorlage für die SPÖ, die wir entschlossen ergreifen müssen!“, fordert Julia Herr. „Mit der Millionärssteuer haben wir die einzig richtige Antwort“, ist die SJ-Vorsitzende überzeugt und ist um so verwunderter, dass sie sich nicht im Wahlprogramm wieder findet. „Die inhaltlichen Argumente sind auf unserer Seite. Da dürfen wir nicht zögern, sondern müssen entschlossen für mehr Gerechtigkeit eintreten!“, so Herr.

„Wir müssen weg vom Elitendenken in der Bildung. Gute Bildung steht uns allen zu!“, so Katharina Embacher. Ihr reichen die Forderungen im Wahlprogramm nicht weit genug. „Als Sozialdemokratie müssen wir uns immer fragen: Wer hat Zugang zu den Unis? Wem werden Hürden in den Weg gelegt? Wir müssen auch hier die soziale Frage in den Mittelpunkt stellen!“, so die rote Studierendenvertreterin weiter. Für sie braucht es beispielsweise eine Orientierungsphase für angehende StudentInnen, außerdem müssen soziale Schieflagen und gesellschaftliche Herausforderungen im Studium mehr Platz erhalten.

Noch sind es über zwei Monate bis zur Wahl, mehr Zeit als Corbyn hatte, bei weniger Abstand zur ÖVP. Für die beiden Vorsitzenden braucht es jetzt einen mutigen, sozialen Wahlkampf, der die entscheidenden Fragen anspricht: die wachsende Ungleichheit, die Arbeitslosigkeit, die ungerechte Besteuerung von ArbeiterInnen im Vergleich zu Reichen, die Herausforderungen in Bildung, Wohnen und Gesundheit! „Die Zeit drängt. Corbyn hat’s vorgezeigt, jetzt sind wir an der Reihe“, so Herr und Embacher abschließend.

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