EU laut WWF-Report für 16 Prozent der Regenwaldzerstörung verantwortlich – Lieferkettengesetz notwendig

Wien (OTS/SK) Für 16 Prozent der globalen Regenwaldzerstörung sind EU-Staaten mit dem Import von Waren und Lebensmitteln verantwortlich – das zeigt ein Report des WWF. Damit tragen sie direkt zur Vernichtung von unersetzlichem Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen bei. Die lokale Bevölkerung wird von ihrem Land vertrieben. Besonders problematisch: Soja, Palmöl, Rindfleisch, verschiedene Holzprodukte, Kakao und Kaffee. „Waren, die auf dem europäischen Markt landen, müssen frei von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung produziert worden sein! Dafür müssen wir Konzerne in die Pflicht nehmen, die mit ihren globalen Lieferketten die Verantwortung tragen!“, fordert Julia Herr, SP-Umweltsprecherin. ****

Herr brachte gemeinsam mit Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, bereits einen Antrag für ein österreichisches Lieferkettengesetz ein. „Konzerne müssen verpflichtet werden, Menschen- und Umweltrechte einzuhalten und das auch nachzuweisen. Wenn sie das nicht machen, drohen Sanktionen und Betroffene können auf Abhilfe klagen“, erklärt Herr die Intention hinter einem Lieferkettengesetz. Leider haben ÖVP und Grüne den Antrag im letzten Umweltausschuss vertagt. Herr schließt sich auch der Forderung des WWF nach einem starken europäischem Lieferkettengesetz an und fordert die Bundesregierung auf: „Österreich muss die Fortschritte auf europäischer Ebene aktiv unterstützen und auch in Österreich handeln. Regenwaldzerstörung, Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltverschmutzung haben in unseren Supermarktregalen nichts zu suchen!“ Sie wird den Antrag daher im Umweltausschuss erneut zum Thema machen und sich weiterhin für eine rasche Umsetzung eines österreichischen Lieferkettengesetzes einsetzen.

Der Report des WWF zeigt auch Österreichs Rolle auf. „36.400 Hektar gehen auf unsere Rechnung“, so Herr. Das sei in etwa die Größe des Neusiedlersees. Herr stellt sich ausdrücklich gegen das übliche Abschieben der Verantwortung auf KonsumentInnen: „Gern wird so getan, als müssten wir nur alle bewusster einkaufen und alles wäre gut. Bei den meisten Produkten haben KonsumentInnen aber gar nicht die Möglichkeit zu erfahren, woher sie kommen und wie sie produziert wurden. Außerdem inszenieren sich Konzerne gerne über eigene Labels und Zertifikate als umweltfreundlich, ohne tatsächlich wirkliche Verbesserungen umzusetzen. Am Ende tragen noch immer die Konzerne die Verantwortung für ihre Lieferketten, daher müssen wir auch bei ihnen ansetzen!“ (Schluss) sc/sr

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