China wird seit Jahren beschuldigt, Angehörige von Minderheiten als Organlieferanten zu missbrauchen

Wien (OTS/SK) Anlässlich des Internationalen Tages gegen Menschenhandel am 30. Juli, spricht sich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, für ein koordiniertes Vorgehen gegen Organraub und Organhandel aus. „Die Bundesregierung muss endlich die Konvention des Europarats gegen Organhandel ratifizieren und sich aktiv auf internationaler und europäischer Ebene für die Opfer des internationalen Organhandels einsetzten. Die staatlich erzwungene Organentnahme in der Volksrepublik China ist öffentlich zu verurteilen“, fordert Bayr und ergänzt: „Ein Jahr nach einem einstimmigen Beschluss im Nationalrat, gegen illegalen Organhandel aktiv zu werden, habe ich zu diesem Thema Anfang Juli eine Anfrage an den Bundeskanzler, den Innenminister, den Außenminister und den Gesundheitsminister gestellt und erhoffe mir zu erfahren, was politisch dazu passiert.“ ****

Menschenrechtsexpert*innen der Vereinten Nationen zeigten sich im Juni 2021 äußerst beunruhigt von Berichten über Organentnahmen bei inhaftierten Minderheiten, darunter Falun Gong-Praktizierende, Uigur*innen, Tibeter*innen, Muslim*innen und Christ*innen in China. Die Expert*innen hätten glaubwürdige Informationen erhalten, dass Gefangene, die ethnischen, sprachlichen oder religiösen Minderheiten angehören, Blut- und Organuntersuchungen unterzogen werden, deren Ergebnisse in einer Datenbank lebender Organspender*innen erfasst werden.

Berichten zufolge wurden Gefangenen am häufigsten Herz, Nieren, Augenhornhäute und seltener auch Teile der Leber entnommen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Gefangenen die Zustimmung zu einer Organspende selbst erteilt haben. Berichten zufolge wurde den Familien von hingerichteten und verstorbenen Häftlingen, die Übernahme der sterblichen Überreste ihrer Angehörigen verweigert. (Schluss) ls/mp

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