Für mehr Biodiversität: Mehr Flächen außer Nutzung stellen, Glyphosat verbieten

Wien (OTS/SK) „Der rasante Verlust der Artenvielfalt in den letzten Jahren lässt alle Alarmglocken schrillen“, so SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr am Mittwoch anlässlich der Vorstellung der Biodiversitätskommission durch Umweltministerin Gewessler. „Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, bemerkt den deutlichen Rückgang an Insekten und Vögeln“, hält Herr fest. Eine neue Studie von Greenpeace belegt das: 39 Prozent aller Tierarten in Österreich sind gefährdet. Für Herr sind die Biodiversitäts-Ziele klar: „Wir müssen das Artensterben stoppen und die Vielfalt der Arten und ihrer Lebensräume auch für künftige Generationen erhalten“, so Herr gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Umweltsprecherin begrüßt daher den heutigen Start der Biodiversitätskommission, kritisiert jedoch den langsamen Prozess:
„Die letzte Biodiversitätsstrategie ist Ende 2020 ausgelaufen. Die öffentliche Konsultation zur Biodiversitätsstrategie 2030 wurde bereits im September letzten Jahres abgeschlossen. Jetzt braucht es endlich ambitionierte Ziele und konkrete Wege, wie wir diese erreichen.“ Für Herr muss dabei ein umfassend anderer Zugang zur Natur im Zentrum stehen: „Natur darf nicht länger als Quelle für Profit gesehen werden. Die Vielfalt der Natur ist unbezahlbar. Daher müssen deutlich mehr Flächen als heute aus der wirtschaftlichen Nutzung gestellt werden und der Natur zur freien Entfaltung überlassen werden.“ Angesichts der angekündigten Vorhaben, mehr Flächen in Österreich unter Schutz zu stellen, ist es für Herr unverständlich, warum Grüne und ÖVP ihrem Antrag im Umweltausschuss, ein grünes Netz mit 200.000 Hektar zusätzlich geschützter Waldfläche in zehn Jahren zu schaffen, nicht zugestimmt haben. Der Antrag der SPÖ-Abgeordneten zielt darauf ab, zusätzlich zu den bestehenden Naturschutzgebieten zehn Prozent der gesamten Waldfläche zu schützen und einen großen Teil davon komplett außer Nutzung stellen.

Die SPÖ-Umweltsprecherin pocht aber auch auf einen anderen Punkt: das Glyphosatverbot. „Wir wissen, dass der Einsatz von Glyphosat eine Gefahr für Bienen, andere Insekten, Boden- und Wasserorganismen darstellt. Leider hat die Regierung trotz zweier gültiger Parlamentsbeschlüsse ein komplettes Glyphosatverbot verhindert. Damit ist Glyphosat in der Landwirtschaft weiterhin erlaubt. Das ist ein großer Rückschritt für den Naturschutz in Österreich“, kritisiert Herr. „Wir müssen alle Schritte setzen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Das ist auch der beste Weg, um Lebensräume vor den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen. Klimaschutz und Naturschutz hängen eng zusammen und müssen rasch gemeinsam angegangen werden!“, so Herr abschließend. (Schluss) PP/up

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