„Edtstadler und Mückstein dürfen Long-Covid nicht auf die leichte Schulter nehmen – vor allem jüngere und Frauen mittleren Alters leiden massiv unter COVID-Langzeitfolgen“

Wien (OTS/SK) Angst, Depression, Erschöpfung und Muskelschwäche – dies sind nur einige der Symptome die mit einer Long-Covid-Erkrankung einhergehen können. Mehrere Studien belegen, dass insbesondere jüngere und Frauen mittleren Alters überdurchschnittlich an den Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung leiden. Die Regierung lässt aber kein echtes Interesse an geeigneten Therapiemöglichkeiten für Long-Covid-Patient*innen erkennen, kritisieren SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner und Rudolf Silvan, Volksanwaltschaftssprecher der SPÖ und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Parlaments. Holzleitner fordert die Vertreterin der Frauenministerin Karoline Edtstadler auf, sich endlich für echte Therapiemöglichkeiten für Long-Covid Erkrankte stark zu machen, „damit die Corona-Krise, die Österreichs Frauen ohnehin schon überdurchschnittlich belastet, nicht zu einem Worst-Case-Szenario für an Long-Covid erkrankte Frauen wird“.****

Auch Rudolf Silvan, Volksanwaltschaftssprecher der Sozialdemokraten und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Parlaments, kann die Untätigkeit der Regierung in Sachen Long-Covid nicht verstehen. Der Gewerkschafter hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wiederholt auf die Wichtigkeit der Implementierung von stationären Long-Covid-Therapiemöglichkeiten hingewiesen, denn rund zehn Prozent aller Corona-Erkrankten leiden auch Monate nach der Infektion an Langzeitfolgen. Silvan erklärt: „Zwölf Monate nach einem Aufenthalt auf einer Intensivstation sind lediglich ein Drittel der Patient*innen wieder vollständig arbeitsfähig. Ein Drittel nur teilweise (dieses Drittel erreicht aber nicht das ursprüngliche Lohn- oder Gehaltsniveau) und ein Drittel ist nach einem Jahr weiterhin dauerhaft arbeitsunfähig.“ Dies ist besonders für Alleinerziehende problematisch.

Die von den beiden Abgeordneten geforderten Therapiemöglichkeiten wären daher nicht nur ein Gewinn für die Betroffenen selbst, sondern auch für deren Arbeitgeber*innen. Denn wenn Beschäftigte dank adäquater Rehabilitationsmöglichkeiten schneller in ihre Betriebe zurückkehren könnten, könnten ebendiese rascher auf ihr bewährtes Personal zurückgreifen. Dass sich Übergangs-Frauenministerin Edtstadler und Gesundheitsminister Mückstein der vorliegenden Problematik noch immer nicht bewusst sind, können sich Holzleitner und Silvan nur schwer vorstellen: „Möglicherweise steckt die Regierung den Kopf in den Sand, weil das Thema nicht wichtig genug ist. Denn nicht erst seit dem Bekanntwerden der Kurz-Strache-Schmid Chats wissen wir, welches Bild und Stellenwert zumindest die türkise ÖVP von Frauen hat!“ (Schluss) ah/up

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