Corona-Krise hat Situation verschärft – Kinder brauchen Chancen und Teilhabe

Wien (OTS/SK) „Es ist eine Schande, wenn es in einem der reichsten Länder der Welt noch Kinderarmut gibt. Rund 372.000 Kinder in Österreich sind von Armut betroffen oder bedroht – das entspricht jedem 5. Kind. Das kann und darf nicht sein, das wollen wir ändern“, betonen Eva-Maria Holzleitner und Daniela Gruber-Pruner, die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherinnen in National- und Bundesrat. „Kinder wachsen unverschuldet in sehr ungleich verteilten Verhältnissen auf. Mit Investitionen in Bildung, in die Gesundheitsversorgung, einer Unterhaltsgarantie oder finanziellen Hilfen beim Schulstart können wir Kinder aus der Armutsfalle bringen“, so die beiden SPÖ-Abgeordneten anlässlich des Internationalen Tags der Gerechtigkeit am 17. Juli. Die SPÖ fordert anlässlich dieses Tages einmal mehr Maßnahmen, damit Kinder und Jugendliche ohne Existenzängste und mit allen Chancen – ob in der Bildung, Gesundheit oder Teilhabe – aufwachsen können! ****

Es brauche, so Holzleitner und Gruber-Pruner weiter, ein Maßnahmenbündel, um Kinderarmut abzuschaffen. Die Maßnahmen müssen unter anderem einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kindergarten- sowie Schulplatz, eine Unterhaltsgarantie, Gratisessen in der Schule, eine tägliche Turnstunde, die Aufstockung der Lehrkräfte dort, wo sie benötigt werden, bis hin zu einem kostenfreien Zugang zu diagnostischen oder therapeutischen Leistungen für Kinder und Jugendliche beinhalten. „Wir müssen auch bedenken, dass Kindergesundheit und Kinderarmut Hand in Hand gehen! Das Modell der Volkshilfe zur Kindergrundsicherung ist eine gute, konkrete Lösung, Kinderarmut abzuschaffen“, bekräftigen die beiden SPÖ-Sprecherinnen.

Armut bei Kindern und Jugendlichen bedeutet, dass diesen die gesellschaftliche Teilhabe verwehrt bleibt. Das hat massive Auswirkungen auf ihre Zukunft. Armut schränkt die sozialen Kontakte und die Bildungschancen ein. Kinder werden ausgegrenzt, weil sich ihre Eltern etwa die Fahrt auf die Schul-Projektwoche nicht leisten können, weil Geld für Sportschuhe fehlt oder jedes Geschenk für einen Kindergeburtstag zum Problem wird. „Vielfach ist Armut nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar, weil Eltern Angst vor Stigmatisierung haben. Aber diese Armut ist real und die Corona-Krise hat diese Umstände noch einmal deutlich verschärft!“, so Holzleitner und Gruber-Pruner, die ergänzen: „Die Kinderrechte sind seit mittlerweile über 30 Jahren Teil der österreichischen Rechtsordnung. Sie dürfen kein Lippenbekenntnis bleiben!“ (Schluss) sr/lp

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