Wien (OTS/SK) Mit der Novelle des Universitätsgesetzes schieben Türkis-Grün den gerechten Bildungschancen und der sozialen Durchlässigkeit auf den Universitäten einen Riegel vor. Die roten Jugendorganisationen finden klare Worte zur heute beschlossenen Novelle des Universitätsgesetzes. Der freie Hochschulzugang wird eingeschränkt, Vereinbarkeit von Beruf und Studium und Chancengerechtigkeit im Bildungsweg gehören der Vergangenheit an. „Dass sich die Türkisen wenig um gerechte Bildungschancen scheren, ist kein Geheimnis. Von den Grünen haben die Studierenden jedoch mehr erwartet. Während sich Sigi Maurer als ÖH-Vorsitzende noch für die Interessen der Studierenden eingesetzt hat, wirft sie jetzt alle ihre Werte über Bord und beschließt gemeinsam mit der ÖVP weitreichende Verschlechterungen. Vor allem für Studierende, die neben dem Studium arbeiten müssen, bringt die UG-Novelle weitere massive Hürden mit sich“, so Claudia O’Brien, Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ. ****

Sara Velić, VSStÖ-Spitzenkandidatin bei den ÖH-Wahlen, verweist auf mangelnde Gesprächsbereitschaft seitens der Bundesregierung. „Die Stimmen von mehr als 370.000 Studentinnen und Studenten werden einfach ignoriert und einmal mehr zeigt die Regierung, dass sie von der Lebensrealität vieler Studierenden keine Ahnung hat. Anstatt für soziale Durchlässigkeit auf den Universitäten zu sorgen, legt die Bundesregierung den Studierenden weitere Steine in den Weg. Das werden die Studentinnen und Studenten bei den bevorstehenden ÖH-Wahlen sicher nicht vergessen!“, meint Velić mit Blick auf die ÖH-Wahlen im Mai.

Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, kritisiert vor allem die Entdemokratisierung der Universitäten. „Mit der UG-Novelle hebelt die Bundesregierung die Hochschuldemokratie aus und sichert sich Macht und Einfluss bei der Bestellung von Rektor*innen. Hier wird ganz klar der Grundsatz der Freiheit der Lehre angegriffen.“

Nina Mathies, Vorsitzende der AKS, fügt hinzu: „Es ist ein fatales Signal, das hier auch an Schülerinnen und Schüler und ganz generell an Personen, die an den freien Hochschulzugang geglaubt haben, gesendet wird. Während der Pandemie wurde der Bildungsbereich komplett vernachlässigt und nun soll die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren, nur noch für die Privilegierten unter uns möglich sein? Dagegen werden wir uns mit aller Kraft zur Wehr setzen!“
„Die UG-Novelle wäre die Chance gewesen, um für echte Verbesserungen für Studierende zu sorgen. Ein gerechtes Beihilfensystem und soziale Absicherung, bessere Vereinbarkeit von Studium und Beruf, mehr Flexibilität durch Teilzeitstudium und Digitalisierung – all das wäre möglich gewesen. Stattdessen tragen die Grünen und die ÖVP heute die freie Bildung zu Grabe und setzen einen weiteren Schritt in Richtung Neoliberalisierung unseres Bildungssystems. Darauf haben wir bei der heutigen Aktion hingewiesen und dazu werden wir auch in Zukunft nicht schweigen“, so die SPÖ-Jugend abschließend.

Fotolink: https://tinyurl.com/ffxd8jnx (Schluss) sc

Rückfragen & Kontakt:

Julian Krismer, Bundessekretär, Junge Generation in der SPÖ, Löwelstraße 18, 1010 Wien, mobil 0664/88455399, Tel. 01/53427-244



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.