Wien (OTS/SK) SPÖ-Menschenrechtssprecher Harald Troch hat heute im Ausschuss für Menschenrechte des Nationalrates bei der aktuellen Aussprache mit ÖVP-Europa- und -Verfassungsministerin Edtstadler auf den heutigen Internationalen Roma-Tag hingewiesen. Vor 50 Jahren, am 8. April 1971, fand in London der erste Welt-Roma-Kongress statt. Damit wurden die Anfänge der Roma-Bürgerrechtsbewegung eingeläutet. 1990 in Warschau beim vierten Weltkongress wurde dann beschlossen, den 8. April zum Internationalen Roma-Tag zu erklären. Harald Troch verwies darauf, dass es sich bei den Roma um die größte Minderheit Europas handle, die noch in zahlreichen Ländern, auch der Europäischen Union, unter Diskriminierung leidet. „Dagegen muss man sich gerade heute am Internationalen Tag der Roma wenden und die Europäische Union auffordern, Schritte zu setzen, dass es keine Diskriminierungen gegenüber den Roma mehr gibt“, so Troch. ****

Natürlich ist der heutige Gedenktag auch Anlass dafür, der vielen Opfer zu gedenken, die im Nazi-Terror ums Leben gekommen sind. Auch in Österreich sind die Roma lange Zeit schweren Benachteiligungen und systematischen Diskriminierungen auch noch nach 1945 ausgesetzt worden. Negativer Höhepunkt war das Attentat des Rechtsextremisten Franz Fuchs im Jahr 1995 in Oberwart mit vier Todesopfern. „Man muss aber auch sagen, dass unter der Regierung von Bundeskanzler Vranitzky die Roma als sechste österreichische Volksgruppe im Jahr 1993 offiziell anerkannt worden sind, was international vorbildhaft war und ist“, betont Troch. Seitdem sind viele Schritte gesetzt worden, um in Österreich eine Verbesserung der Situation der Roma herbeizuführen, manches ist geschehen und vieles bleibt aber auch für die Zukunft noch zu tun.

Unvergessen bleibt der langjährige Vorsitzende des Volksgruppenbeirats der österreichischen Roma, Prof. Rudolf Sarközi, der im Dialog der österreichischen Roma mit der Politik sehr viel Bleibendes erreicht hat. Troch ersuchte Ministerin Edtstadler, aber auch die gesamte Bundesregierung, „weitere Schritte zu setzen, die der Benachteiligung von Roma in unserer Gesellschaft entgegenwirken. Es ist dies ein Anliegen, das überparteilich von allen politischen Kräften angestrebt werden sollte.“ (Schluss) sl/bj

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