Weniger Arztbesuche auf Grund mehrerer Lockdowns und Covid-Pandemie retten KV-Träger vor höherem Budgetdefizit

Wien (OTS/SK) SPÖ-Nationalratsabgeordneter Rudolf Silvan, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Nationalrates, ist angesichts der vom Vorsitzenden im Dachverband der Sozialversicherungsträger, Peter Lehner, veröffentlichten Jubelmeldungen über das Defizit der Krankenversicherungsträger erstaunt: „Ein Defizit von 83 Millionen Euro zu bejubeln, ist schon allerhand.“ Aufgrund der Corona-Krise nahmen die ÖsterreicherInnen viel weniger medizinische Leistungen wie z.B. wichtige Vorsorgeuntersuchungen, physische und psychische Therapien oder planbare Operationen in Anspruch, als dies normalerweise der Fall ist. Für Silvan steht fest: „Diese Entwicklung ist kein Grund zum Jubeln, sondern eine äußerst gefährliche. Das menschliche Leid, das dadurch verursacht wird, aber auch die daraus entstehenden Folgekosten sind noch nicht abzusehen!“ ****

Durch die Kommunikation der Bundesregierung, auch der Kanzler setzte zu Beginn der Corona-Krise auf Angst- und Panikmache, wurden vor allem RisikopatientInnen und PensionistInnen verunsichert und traten den Gang zum Arzt nur im äußersten Notfall an. Dieser Entwicklung, so Silvan, müsse man mit sachlicher Aufklärung gegensteuern, „denn sonst erwartet uns nach der Corona-Pandemie die Pandemie der Vergessenen und Verunsicherten“. Für die ÖGK heißt es daher auch in Zukunft, dass man die durch die türkise Kassenfusion entstandenen Kosten aufarbeiten werden müsse.

Eine der weiteren Aufgaben der Krankenversicherungsträger muss die von Kanzler Kurz versprochene Angleichung der Kassenleistungen sein. Dieses Versprechen der Harmonisierung der Leistungen auf dem höchsten Niveau wurde bis dato nicht eingehalten. Geht es nach Silvan, sollte das aber der Grundgedanke einer Kassenfusion sein, „denn für Österreichs Versicherte ist es nicht wichtig, in welchem Beruf sie arbeiten, sondern nur, dass sie im Ernstfall auf die bestmögliche medizinische Versorgung zurückgreifen können, ohne dadurch in finanzielle Bedrängnis zu geraten“. (Schluss) bj/sd

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