Arbeitnehmer*innen im Freien besonders betroffen – Anpassung der Berufskrankheitenliste gefordert

Wien (OTS/SK) Der SPÖ-Abgeordnete Rudolf Silvan macht angesichts der aktuellen Hitzewelle auf das erhöhte Hautkrebsrisiko durch intensive Sonneneinstrahlung aufmerksam: „Egal ob beim Arbeiten auf der Baustelle oder im Urlaub – extreme Sonnenbestrahlung kann sowohl schwarzen als auch weißen Hautkrebs verursachen!“ Der Gewerkschafter, der auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Parlaments ist, rät daher zu einem vernünftigen Umgang mit der Sonne. ****

Das Wichtigste für eine effiziente Hautkrebsvorsorge ist laut Expert*innen die Vermeidung von Sonnenbränden, erläutert Silvan und weiter: „Besonders die Zahl der in der Jugend durchgemachten Sonnenbrände geht mit einem höheren Hautkrebsrisiko einher.“ So wird z.B. weißer Hautkrebs zumeist durch UV-Strahlung verursacht und trifft vermehrt Arbeitnehmer*innen die im Freien arbeiten, wie z. B. Bauarbeiter*innen, Handwerker*innen, Kellner*innen auf Hütten oder Dachdecker*innen. In Deutschland ist weißer Hautkrebs daher bereits seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Obwohl die gefährdeten Berufsgruppen in Österreich rund 400.000 Personen umfassen, gilt weißer Hautkrebs in Österreich nicht als Berufskrankheit. Das Problem sei, so Silvan, dass Arbeitnehmer*innen nur für Krankheiten, die in der Liste der Berufskrankheiten erfasst sind, eine Entschädigungsleistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten können. Legt man die Zahlen aus Deutschland auf Österreich um, ist von ca. 400 Fällen pro Jahr auszugehen. „Daher ist eine Anpassung der Österreichischen Liste der Berufskrankheiten unausweichlich“, fordert der Gewerkschafter Silvan, der aus diesem Grund gemeinsam mit dem SPÖ-Abgeordneten Christian Drobits die Petition „Stopp dem Krebs am Arbeitsplatz!“ ins Leben gerufen hat.

SERVICE: Die Petition „Stopp dem Krebs am Arbeitsplatz!” kann hier unterzeichnet werden: https://tinyurl.com/vuzjv47s

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