Keine Vorbereitungen, kein Plan, keine Schutzkonzepte, null zusätzliche Luftfilteranlagen; stattdessen positive Lehrer*innen und Schüler*innen in den Klassen

Wien (OTS/SK) SPÖ-Bildungssprecherin Petra Tanzler ist angesichts der chaotischen Kommunikation des Bildungsministers ratlos: „Wie kann man beim dritten Corona-Schulstart immer noch so stümperhaft vorgehen?“ Von Seiten des Ministeriums ständig nur darauf zu verweisen, dass man Schulen gleich wie alle anderen öffentlichen Räume behandeln wolle, sei erstens zu wenig und zweitens „schlicht unzutreffend“. Wer Schulen garantiert offenhalten will, müsse sich entsprechend vorbereiten. Tanzler: „Wir haben als SPÖ immer gesagt, dass wir für Schulen maximale Schutzvorkehrungen treffen wollen, um Schulen offen halten zu können. Dazu gehören das Testen und Luftfilteranlagen in jedem Klassenzimmer. Einfach nur zu hoffen, dass es schon irgendwie gehen wird, ist zu wenig und beim dritten Corona-Schulstart in Folge schlicht unverantwortlich. Ein Klassenzimmer ist außerdem nicht gleich zu behandeln wie ein Einkaufscenter.“ ****

Einen weiteren Beleg in der mangelnden Vorbereitung von Seiten des Bildungsministeriums sieht die SPÖ-Abgeordnete darin, dass erst gestern, Sonntag, 28. August, um 20.00 Uhr das Mail an die Schuldirektor*innen ergangen sei, Antigentests zu bestellen, deren Lieferzeit allerdings 5 bis 8 Tage beträgt – die also möglicherweise nicht mehr rechtzeitig zum Schulbeginn ankommen. Tanzler: „So kann man einfach nicht arbeiten.“

Weiters zeigt sich Tanzler verständnislos über die Idee, dass in Zukunft sowohl positive Lehrer*innen als auch positive Schüler*innen im Klassenzimmer Platz nehmen sollen. Man merke, so Tanzler, die selbst Volksschullehrerin und –direktorin war, dass es von Seiten des Ministeriums kein realitätsnahes Verständnis davon gäbe, wie der Schulalltag vonstattengeht. „Jede*r, der oder die in der Schule nun eine Maske trägt, ob Kind oder Lehrer*in, wird automatisch unter dem Generalverdacht stehen, Corona-positiv zu sein. Denkt denn niemand daran, wie das das Verhältnis vom Lehrpersonal zu den Schüler*innen verändern wird und wie das ebenso die Klassengemeinschaft insgesamt negativ beeinflussen kann? Wenn Kinder zu anderen Kindern ‚sicherheitshalber‘ auf Abstand gehen und nicht zum oder zur Lehrer*in nach vorn an die Tafel kommen wollen, weil man ja nicht genau weiß, ob man sich ansteckt, dann ist das ein Bild eines Schulalltags, das man verhindern, nicht befeuern will.“

Abschließend fehlen aus Sicht der SPÖ jegliche Antworten auf die sonstigen Herausforderungen, die die Schule betreffen. Weder hinsichtlich der Teuerung, die auch vor dem Schulstart nicht Halt macht, noch hinsichtlich der bildungspolitischen Herausforderungen gab es von Seiten des Ministers heute „auch nur den Hauch einer Antwort“. (Schluss) lk/bj

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