Sowohl Schulpflichtgesetz als auch Bilanz der Sommerschule belegen großen gesamtheitlichen Reformbedarf

Wien (OTS/SK) SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler nimmt zu den bekanntgewordenen Plänen des Bildungsministers, wonach in Zukunft eine Externistenprüfung für vom Schulunterricht abgemeldete Kinder halbjährlich stattfinden solle, wie folgt Stellung: „Die explodierten Abmeldezahlen vom Schulunterricht sind eindeutiger Ausdruck des Schulchaos der letzten eineinhalb Jahre. Das Wichtigste wäre daher das Vertrauen wiederzugewinnen, indem man für sichere und damit offene Schulen sorgt.“ Kinder würden soziale Kontakte brauchen und Schule sei nicht nur Ort zum Lernen, sondern auch Ort für Freundschaften und Austausch mit gleichaltrigen, führt die Bildungssprecherin der SPÖ weiter aus. ****

Generell müsse man sich darüber hinaus aber auch über eine Reform des aktuellen Systems Gedanken machen. „Das Gesetz zur Schulpflicht kommt aus 1867 und mag vieles sein, aber sicher nicht mehr zeitgemäß“, zeigt sich Vorderwinkler hier einig mit zahlreichen Expert*innen, die sich in den vergangenen Tagen zu Wort gemeldet hatten. Eine solche Reform müsse einem obersten Ziel untergeordnet werden: „Dem Nutzen für unsere Kinder. Hier nur an kleinen Schrauben zu drehen und kosmetische Maßnahmen zu beschließen, halte ich für zu wenig. Es geht bei dieser Debatte nicht nur um mehr Pflichten, sondern auch um mehr Rechte für Eltern und Schüler*innen“, führt Vorderwinkler aus. Man müsse im Zuge dessen außerdem das Schulsystem mitdenken, das ganztägig zu organisieren sei, um etwa Vereinbarkeiten zu gewährleisten.

Zuletzt betont die SPÖ-Bildungssprecherin, dass auch die heurige Sommerschule neuerlich daran erinnert hätte, wo es hapert. „Es ist gut, dass es ein solches Angebot gibt, aber es kommt auch hier immer wieder zu Chaos“, spricht Vorderwinkler den Mangel an Pädagog*innen an, wie das Beispiel Niederösterreich etwa gezeigt habe, aber auch den falschen Zugang, der der Sommerschule innewohne, wonach sie nach Strafe klinge, aber eigentlich ein motivierendes Modell sein solle. Den Vorstoß der SPÖ-Oberösterreich-Chefin Birgit Gerstorfer begrüßt die Bildungssprecherin dabei. „Sechs Wochen Ferien und drei Wochen Sommer-Schule könnte das Modell der Zukunft sein!“, erklärt Vorderwinkler abschließend. (Schluss) lk/ls

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