Wien (OTS) Mit den Olympischen Spielen bzw. den Paralympischen Spielen in Rio endete auch das „Projekt Rio“. Bis zur Implementierung der von Hans Peter Doskozil angekündigten neuen Förderstruktur, stehen unter „Projekt Olympia“ weiterhin die entsprechenden Mittel zur Spitzensportförderung für olympische und paralympische Athletinnen und Athleten zur Verfügung. Damit soll im Spitzensport Planungssicherheit gewährleistet sein. Unabhängig davon bleiben die 80 Millionen Euro Sportfördermittel, die über Entscheid der Bundessportkonferenz vom Bundes-Sportförderungsfonds an die Verbände ausgeschüttet werden, bis auf weiteres unberührt.

Im Projekt Rio wurde während der Olympiade, dem Zeitraum zwischen den Olympischen Spielen, eine zusätzliche Förderung von 5 Millionen Euro pro Jahr für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in olympischen und paralympischen Sommersportarten bereitgestellt. Als förderungswürdig wurden Sportlerinnen und Sportler mit herausragenden internationalen Erfolgen, hohem sportlichen Entwicklungspotential und Medaillenchancen bei den nächsten Olympischen Spielen oder herausragende junge Talente mit einer Chance, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, angesehen. Diese Förderungskriterien bleiben unverändert und gelten auch für Athletinnen und Athleten mit körperlicher Beeinträchtigung.

Die Verwendung der Mittel ist gebunden an Maßnahmen wie zum Beispiel spezifische Trainingsmaßnahmen, Spezial- und Individualbetreuung, wissenschaftliche Maßnahmen in den Bereichen Sportmedizin, Ernährung, Regeneration, Sportpsychologie, Mentaltraining, Forschung und Entwicklung für Gerät und Material.

„Wir wollen nach den Olympischen Spielen kein Vakuum entstehen lassen und damit bei den Verbänden und ihren Athletinnen und Athleten in den nächsten Monaten für Planungssicherheit sorgen“, sagt Minister Doskozil. Zur bevorstehenden Reform sagte der Sportminister: „Wie weit und in welcher Form die bisherigen Erkenntnisse zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den österreichischen Spitzensport nachhaltig umgesetzt werden, ist Gegenstand der Struktur- und Prozessoptimierung der Sportförderung des Bundes. Der Gesetzesentwurf ist soweit fertig und wird den Verantwortlichen der Dach- und Fachverbände sowie den Spitzenfunktionären der zentralen Organisationen im Sport am 19. Dezember 2016 vorgestellt und mit ihnen diskutiert.“

ÖOC-Präsident Karl Stoss: „Es ist wichtig und richtig, dass das Projekt Rio eine Fortsetzung findet, weil diese zusätzliche Unterstützung den Unterschied ausmachen kann. Nur wer alle Mittel ausschöpft, hat heutzutage eine Chance. Und die guten Leistungen von Olympia-Debütanten wie Olivia Hofmann, Lukas Weißhaidinger, Magdalena Lobnig oder den Alexandri-Schwestern geben Hoffnung für Tokio 2020. Darauf lässt sich aufbauen. Gleichzeitig geht es jetzt darum, die vielen Vorschläge, was es nach Rio zu verbessern und zu verändern gibt, zu konkretisieren und in Maßnahmen zu formulieren, um ein klares Konzept für Sommer- und Wintersport zu haben, in welche Richtung sich der österreichische Spitzensport bewegen soll.“

Mit der Reform der Spitzensportförderung soll unter anderem eine Vereinfachung und Vereinheitlichung des Förderwesens erreicht werden. Die finanziellen Mittel aus dem Bundes-Sportförderfonds, Projekt Rio oder Team Rot-Weiß-Rot werden künftig zentral von Experten in einer neuen Organisationsform vergeben werden, was eine Steigerung der Effizienz und Optimierung nach dem Leistungsprinzip erwarten lässt.

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