Podiumsdiskussion mit Landesparteiobmann Gernot Blümel, Trendforscherin Oona Horx-Strathern, Architekt Stephan Ferenczy und Unternehmer Bernd Schlacher

Wien (OTS) Über „Visionen für Wien – Leben am Wasser“ diskutierten gestern Abend auf Einladung der Stadtakademie Landesparteiobmann Gernot Blümel, die Trendforscherin Oona Horx-Strathern, der Architekt Stephan Ferenczy sowie der Unternehmer und Gastronom Bernd Schlacher. „Leben am Wasser“ werde in Wien leider „stiefmütterlich“ behandelt, so der Präsident der Stadtakademie Markus Figl. Die neue Volkspartei Wien habe mit ihrem intensiven Engagement für die Entwicklung des Donaukanals unter Gio Hahn hier bereits eine gewisse Tradition, die man gerne weiterführe. So präsentierte Landesparteiobmann Gernot Blümel im DC Tower mit Blick auf die Donau die Visionen der neuen Volkspartei Wien für mehr Wohnen und Leben am Wasser am Beispiel Handelskai.

Während in vielen europäischen Metropolen wie etwa Hamburg oder Paris „Leben am Wasser“ ein integraler Bestandteil des urbanen Lebens sei, findet dieses in Wien nur unterentwickelt statt. Gerade der Handelskai sei ein „ungenutztes, ungeplantes und ungewolltes Areal“. „Es gilt hier, mehr Schönheit reinzubringen“, so Blümel in Anlehnung an das „Manifest der Schönheit“ – u.a. von Jörg Mauthe. Für eine professionelle Stadtentwicklung der Zukunft braucht es neben einer profunden empirischen Analyse vor allem Transparenz sowie Partizipation und Interaktion mit der Bevölkerung. „Genau das haben wir mit dem von uns initiierten ARCH.SLAM am Beispiel Handelskai umgesetzt“, so Blümel. Dabei wurden verschiedene Entwürfe von städtebaulichen Visionen eines abgesteckten Areals live vor Publikum präsentiert, diskutiert und kombiniert.

Am Ende stand unter Einbindung des Publikums in Echtzeit kombiniert ein weltweit einzigartiges Hybrid-Modell sowie eine Zukunftsvision für den Handelskai. Nun gelte es, diese Visionen auf den Boden zu bringen, da natürlich die tatsächliche, technische Umsetzung eine große Herausforderung sei, so Blümel. Weiters präsentierte der Landesparteiobmann seinen Vorschlag einer Donausurfwelle beim Brigittenauer Sporn am Donaukanal. So wie etwa in Bratislava die natürliche Strömung der Donau mit technischer Unterstützung genützt wird, um eine stehende Welle zum Surfen herzustellen, könne man dies auch am Donaukanal verwirklichen. Auch in Bezug auf die Entwicklung einer eigenen „Hausbootszene“ in Wien gebe es noch viel ungenutztes Potential, so der Landesparteiobmann.

Der Unternehmer und Gastronom Bernd Schlacher stellte im Rahmen der Podiumsdiskussion fest, dass in Wien vor allem die Gesamtplanung fehle. „Viel ist einfach passiert oder explodiert“, so Schlacher und nannte dazu den Donaukanal. Dennoch gebe es dort noch immer viel Potential, wie etwa Investitionen in Kunst und Kultur sowie mehr Bewegungs- und Sportmöglichkeiten. Auch solle es weiter konsumfreie Plätze und Raum geben und nicht alles verbaut werden. Der Architekt Stephan Ferenczy wies darauf hin, dass jeder Lebensraum viele verschiedene Begehrlichkeiten habe. Die Stadtentwicklung müsse die „Unvereinbarkeit der Widersprüche“ intelligent gemeinsam entwickeln. Es gelte, die „Währung Quadratmeter“ viel mehr schätzen zu lernen. Gerade in der Stadtentwicklung müsse es erlaubt sein, öfter auch „ein bisschen spinnen zu dürfen“, so Ferenczy. „Die Städte werden dichter, die Wohnungen kleiner, die Zahl der Ein-Personen-Haushalte ist tendenziell steigend“, befand die Trendforscherin Oona Horx-Strathern. Stadtentwicklung müsse vor allem auch die Einsamkeit und Mobilität älterer Menschen in den Mittelpunkt der Überlegungen stellen. Ein „lebendiger, öffentlicher Raum“ werde immer wichtiger.

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