Das Recht auf Bildung muss jedem Kind gewährt sein. In den Augen der Schülerunion wird dieses durch unbegründete Schulabmeldungen gefährdet.

Wien (OTS) Noch nie war die Anzahl der Schulabmeldungen in Österreich so hoch wie dieses Jahr. In Oberösterreich hat sich die Anzahl beispielsweise bereits verfünffacht und in Salzburg vervierfacht. Das Problem hierbei ist, dass die Eltern so über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen hinweg entscheiden und diese nach fast zwei Jahren sozialer Isolation erneut aus ihrem Schulumfeld gerissen werden.

“Jedes Kind und jeder Jugendliche besitzt laut §13 der Menschenrechtskonvention ein Recht auf Bildung. Dieses Gut muss unter allen Umständen beschützt werden. Durch unbegründete Schulabmeldungen aus Protest gegenüber den Corona-Maßnahmen wird dieses Recht in meinen Augen verletzt. Die Kinder dürfen nicht der Meinung der Eltern zum Opfer fallen! Die vom Bildungsministerium präsentierten Vorhaben dagegen sind richtig und wichtig. Die Möglichkeit auf Heimunterricht muss unbedingt bestehen bleiben, aber kontrolliert und mit gutem Grund. In unbegründeten Fällen soll es künftig ein Verbot geben. Wir fordern ebenso eine Auswertung der Schulabmeldungen nach Schulstufen und Regionen sowie daran angepasste spezifische Maßnahmen wie verpflichtende Elterngespräche und Elternabende, durchgeführt durch die Bildungsdirektionen und Schuldirektionen”, so die Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek.

“Lehrerinnen und Lehrer sind die Experten an den Schulen und haben eine jahrelange Ausbildung, wie Kinder und Jugendliche effektiv und richtig lernen. Es muss selbstverständlich sein, dass diese Ressource auch jedem Kind zusteht. Das Problem bei unbegründeten Schulabmeldungen ist, dass hierbei oft über den Kopf der Kinder hinweg entschieden wird, nur weil Erziehungsberechtigte beispielsweise meinen, dass ihre Kinder keine Maske tragen oder sich nicht regelmäßig testen lassen dürfen. Um die Pandemie zu meistern, muss sich jede und jeder an die Corona-Maßnahmen halten. Wir fordern deswegen die Umsetzung der Pläne des Bildungsministeriums, um unbegründete Schulabmeldungen zu reduzieren und in weiterer Folge auch das Verbot unbegründeter Schulabmeldungen. Wir müssen dieses Problem schnell in Griff zu bekommen, bevor es zu spät ist”, so die Wiener Bundesobfrau Carina Reithmaier.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerinnen- und Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im Schuljahr 2020/21 22 von 29 Mandaten stellt. Die Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek kommt ebenfalls von der Schülerunion.

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Mira Lobnig
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