Halbjahresergebnis 2017 der Kommunalkredit Austria AG

Wien (OTS)

  • IFRS-Periodenergebnis nach Steuern mit EUR 13,9 Mio.
    über Planwerten
  • Neugeschäft positiv entwickelt: 14 Projekte mit Volumen
    von mehr als EUR 300 Mio.
  • Kreditportfolio mit hoher Qualität: Keine Kreditausfälle, NPL-Ratio 0,0 %
  • Ausgezeichnete Kapitalbasis: Eigenmittelquote 34,4 %; Kernkapitalquote 26,9 %

Die Kommunalkredit Austria AG (Kommunalkredit) hat im ersten Halbjahr 2017 ein solides IFRS-Periodenergebnis nach Steuern von EUR 13,9 Mio. erzielt. Sie kommt bei der Umsetzung ihres Geschäftsmodells als Spezialbank für Infrastruktur gut voran: Das Neugeschäft hat sich sehr positiv entwickelt. Die Kommunalkredit hat das Vertriebsteam verstärkt und eine Filiale in Deutschland eröffnet. Sie hat die Kundeneinlagen nahezu verdoppelt und die Refinanzierungsbasis weiter gestärkt.

Kommunalkredit-Vorstandsvorsitzender Alois Steinbichler: „Wir liegen bei der Umsetzung unserer Strategie auf Kurs. Das Neugeschäft hat sich sehr positiv entwickelt und wir haben wichtige strukturelle Fortschritte erzielt. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider – das Periodenergebnis liegt über den Planwerten.“

Wesentliche Erfolge im ersten Halbjahr 2017

– Neugeschäft ausgebaut: Die Bank hat das Neugeschäft deutlich ausgebaut und 14 Transaktionen in sieben Ländern mit einem Finanzierungsvolumen von mehr als EUR 300 Mio. abgeschlossen. Dazu gehören die Refinanzierung eines Bauabschnitts der Autobahn A2 in Polen und die Finanzierung der Gipuzkoa Waste-to-Energy-Anlage in Spanien. Zu den weiteren Transaktionen zählen unter anderem ein Krankenhaus in Großbritannien, Pflegeheime in Deutschland, Solaranlagen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien und Waste-to-Energy-Anlagen in Großbritannien und Deutschland.

– Erfolgreiche Platzierungen: Als Brücke zwischen Projektsponsoren und institutionellen Investoren will die Kommunalkredit Infrastrukturfinanzierungen nicht nur auf die eigenen Bücher nehmen, sondern sie auch an diese Investoren vermitteln. Im ersten Halbjahr 2017 hat die Bank ein Volumen von mehr als EUR 200 Mio. platziert.

– Vertriebsteam verstärkt: Die Kommunalkredit hat ihr Vertriebsteam mit international erfahrenen Spezialisten wesentlich verstärkt. Zudem hat sie im Jänner 2017 eine Zweigstelle in Frankfurt am Main eröffnet.

– Kundeneinlagen verdoppelt: Die Bandbreite der Refinanzierungsinstrumente wurde deutlich erweitert und die Refinanzierungsbasis signifikant gestärkt: Die Bank hat die Kundeneinlagen auf EUR 402,6 Mio. nahezu verdoppelt (31.12.2016: EUR 210,8 Mio.). Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die Online-Plattform KOMMUNALKREDIT DIREKT, die ein effizientes Veranlagungsprodukt und Cash-Management-Tool für Kommunen und kommunalnahe Unternehmen darstellt. Die Bank hat des Weiteren ein „Debt Issuance Programme“ aufgelegt, aus dem sie am 12. Juli 2017 als erster österreichischer Emittent einen Social Covered Bond platziert hat; die Emission hatte ein Volumen von EUR 300 Mio. und war 1,8fach überzeichnet. Damit kehrte die Bank nach ihrer Privatisierung im Jahr 2015 erfolgreich auf den Kapitalmarkt zurück.

– Kreditportfolio mit hoher Qualität: Die Kommunalkredit besitzt ein Kreditportfolio mit hoher Qualität, das im ersten Halbjahr 2017 keine Kreditausfälle aufwies. Die Non Performing Loan (NPL)-Ratio betrug 0,0 %.

– Ausgezeichnete Kapitalbasis: Die Bank verfügt über eine ausgezeichnete Kapitalbasis: Die Gesamtkapitalquote lag zum 30. Juni 2017 bei 34,4 %. Die harte Kernkapitalquote betrug 26,9 %.

– Rating verbessert: Standard & Poor’s stufte das Covered Bond-Rating der Kommunalkredit am 13. Juni 2017 mit A ein. Moody’s hob das Covered Bond-Rating im laufenden Geschäftsjahr zweimal an: am 17. März 2017 von Baa3 auf Baa2 und am 25. Juli 2017 auf Baa1.

Ertragslage: IFRS-Periodenergebnis nach Steuern von EUR 13,9
Mio.

Im ersten Halbjahr 2017 hat die Kommunalkredit ein IFRS-Periodenergebnis nach Steuern von EUR 13,9 Mio. erzielt. Damit liegt sie über den Planwerten. Der plangemäße Rückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 (1. HJ 2016: EUR 27,5 Mio.) beruht im Wesentlichen darauf, dass positive Einmaleffekte aus dem Rückkauf von Eigenemissionen nicht im gleichen Ausmaß wie im Vorjahr anfielen. Zudem führte die Reduktion des Bestandsportfolios zu einem Rückgang des Zinsergebnisses.

Die wesentlichen Positionen der Ertrags- und
Aufwandspositionen

– Das Zinsergebnis lag im ersten Halbjahr 2017 bei EUR 16,2 Mio. (1. HJ 2016: EUR 18,7 Mio.). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte aus dem plangemäßen Abreifen des Bestandsportfolios, das durch Neugeschäftsabschlüsse bereits teilweise kompensiert wurde.

– Das Provisionsergebnis betrug EUR 8,8 Mio. (1. HJ 2016: EUR 7,9 Mio.). Der Anstieg war auf die höheren Provisionserträge aus dem Bankbetrieb zurückzuführen.

– Der Verwaltungsaufwand betrug EUR 25,9 Mio. (1. HJ 2016: EUR 22,7 Mio.). Der Anstieg war auf die gezielten Investitionen in die Umsetzung der Strategie sowie auf Einmaleffekte aus der Umsetzung regulatorischer Anforderungen (MiFiD 2, IFRS 9) zurückzuführen.

– Das Handels- und Bewertungsergebnis lag bei EUR 6,4 Mio. (1. HJ 2016: EUR 31,9 Mio.). Es ergab sich im Wesentlichen aus dem im Rahmen eines Tender-Angebots erfolgten Rückkauf von CHF-Covered Bonds und der Schließung der zugehörigen Absicherungsgeschäfte sowie zinsbedingten Bewertungsveränderungen im Fair Value-Bestand inklusive Derivate. Die Bank führt kein Eigenhandelsbuch.

– Die Kommunalkredit leistete Beiträge zum Bankenabwicklungsfonds von EUR 1,7 Mio. Nach Auflösung einer Rückstellung für den Bankenabwicklungsfonds von EUR 0,8 Mio. ergab sich eine Periodenbelastung von EUR 0,9 Mio. (1. HJ 2016: EUR 2,5 Mio.). Zudem leistete die Bank EUR 0,3 Mio. (1. HJ 2016: EUR 1,9 Mio.) an Stabilitätsabgabe der österreichischen Banken. Die Kommunalkredit hatte 2016 Gebrauch von der Möglichkeit einer einmaligen Sonderzahlung in Höhe von EUR 7,7 Mio. gemacht, die zu einer deutlichen Reduktion dieser Belastung für die Geschäftsjahre ab 2017 führt.

– Das Steuerergebnis war mit EUR 3,1 Mio. aufgrund der Aktivierung von latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen positiv (1. HJ 2016: EUR -7,0 Mio.). Hierbei handelt es sich um eine rechnerische Größe nach IFRS, die nicht zu Cash-Zuflüssen führt.

Wesentliche Positionen der Bilanz

Die IFRS-Konzernbilanzsumme der Kommunalkredit lag zum 30. Juni 2017 bei EUR 3,3 Mrd. Dies entspricht einer Reduktion von EUR 0,5 Mrd. im Vergleich zum Jahresultimo 2016 (31.12.2016: EUR 3,8 Mrd.). Der Rückgang der Bilanzsumme ist vor allem auf die eingangs beschriebenen Platzierungen und plangemäße Tilgungen von Kundenforderungen, reduzierten Liquiditätsveranlagungen bei der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und geringeren Marktwerten von Absicherungsderivaten infolge gestiegener Zinsen zurückzuführen.

Die Kommunalkredit verfügte zum 30. Juni 2017 über regulatorische Eigenmittel von EUR 288,5 Mio. (31.12.2016 EUR 290,3 Mio.), davon hartes Kernkapital von EUR 225,5 Mio. (31.12.2016: EUR 225,5 Mio.). Bei einem Eigenmittelerfordernis von EUR 77,5 Mio. (31.12.2016: EUR 59,2 Mio.) besitzt die Bank damit eine sehr gute Kapitalausstattung. Die Gesamtkapitalquote lag zum 30. Juni 2017 bei 34,4 % (31.12.2016:
42,3 %). Die harte Kernkapitalquote betrug 26,9 % (31.12.2016: 32,9 %). Der Rückgang gegenüber dem Jahresende 2016 reflektiert den Anstieg der Eigenmittelerfordernisse aus den Neugeschäftsabschlüssen von mehr als EUR 300 Mio.

Ausblick

Nach einem guten ersten Halbjahr erwartet die Kommunalkredit für das Gesamtjahr 2017 ein solides Jahresergebnis, wobei außerordentliche Erträge aus der vorzeitigen Tilgung von eigenen Emissionen nicht im gleichen Ausmaß wie 2016 anfallen und Kosten aus neuen Geschäftsinitiativen im Einlagenbereich entstehen werden. Die Kommunalkredit hat im ersten Halbjahr 2017 deutliche strukturelle Fortschritte bei der Umsetzung ihres Geschäftsmodells als Spezialbank im stark wachsenden Markt für Infrastrukturfinanzierungen erzielt. Die Bank hat das Neugeschäft deutlich ausgebaut, ein beträchtliches Volumen von Finanzierungen bei Investoren platziert, die Kundeneinlagen signifikant gesteigert und sieht der zweiten Jahreshälfte positiv entgegen.

Der detaillierte Halbjahresbericht nach IFRS und UGB/BWG ist unter
http://www.kommunalkredit.at/DE/Info-Corner/Berichte/Berichte.aspx
verfügbar.

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Kommunalkredit Austria AG
Mag. Martin Hehemann (Corporate Communications)
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