Gremium diskutiert Auswirkungen von Corona auf die Integration sowie Kampf gegen Terror und extremistische Ideologien

Wien (OTS) Integrationsministerin Susanne Raab eröffnete am Montag die mittlerweile 20. Sitzung des Integrationsbeirats, die wegen Corona virtuell stattfinden musste. Die rund 60 VertreterInnen von Bund, Ländern und Sozialpartnern sowie Gemeinde- und Städtebund, Industriellenvereinigung und NGOs unter dem Vorsitz von Franz Wolf, Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), tagten zu aktuellen Schwerpunkten der Integrationsarbeit und befassten sich unter anderem mit der Frage, wie Integration in Zeiten der Corona-Pandemie gelingen kann.

Für die Integrationsministerin hat die Corona-Krise einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind. „Ich freue mich, dass wir mit unseren Online-Deutschkursen seit dem Frühjahr mehr als 30.000 TeilnehmerInnen erreicht haben. Denn es ist wichtig, dass Flüchtlinge und ZuwanderInnen auch während Phasen von Ausgangsbeschränkungen intensiv Deutsch lernen können“, betont Susanne Raab. Deutschkenntnisse zu verbessern sei auch im Hinblick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen essenziell. Raab: „Die Wirtschaftskrise aufgrund der Corona-Pandemie stellt uns auch in der Integration vor große Herausforderungen. Gerade in dieser Situation ist der Spracherwerb besonders wichtig, denn: Ohne ausreichende Deutschkenntnisse werden es Flüchtlinge und ZuwanderInnen auf dem Arbeitsmarkt aktuell noch schwerer haben.“

In ihrem Statement sprach die Integrationsministerin außerdem über die Folgen des Terroranschlags Anfang November. „Wir müssen den Kampf gegen Terror konsequent weiterführen und dabei auch auf die Prävention extremistischer Ideologien wie den politischen Islam setzen. Wir müssen also dort hinsehen, wo antiwestliche Inhalte verbreitet werden, die den Nährboden für Spaltung, Gewalt und Terror bilden“, so Raab. Ein wichtiges Instrument dafür sei etwa die neu gegründete Dokumentationsstelle Politischer Islam, die sich im Rahmen der Sitzung ausführlich präsentierte.

Einen weiteren wichtigen Beitrag leiste in diesem Bereich auch die für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte verpflichtende Wertevermittlung, die im kommenden Jahr um neue Module ergänzt werden soll. „Für die Integration von Flüchtlingen und ZuwanderInnen spielen nicht nur die ,hard facts‘ eine wichtige Rolle. Auch die emotionale Zugehörigkeit ist wesentlich. Mein Ziel ist, dass Flüchtlinge und ZuwanderInnen noch mehr Teil unserer Gesellschaft werden. Dazu kann eine ehrenamtliche Tätigkeit ein wichtiger Schlüssel sein“, betont Raab.

Daher sollen künftig gezielte Maßnahmen ehrenamtliches Engagement bei Flüchtlingen und MigrantInnen bekannter machen. Abschließend appellierte die Ministerin an die Mitglieder des Integrationsbeirats: „Ohne Ihre Unterstützung können wir in diesen Bemühungen jedoch nicht erfolgreich sein! Ehrenamtliches Engagement findet vor allem auf lokaler Ebene sowie in den Gemeinden statt. Daher bitte ich Sie im Sinne einer gelungenen Integration auch um Ihre tatkräftige Mithilfe!“

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